Diplomatische Vergeltung Frankreichs gegen Algerien
Als Reaktion auf die Ausweisung französischer Diplomaten durch Algerien hat Frankreich 12 algerische Diplomaten ausgewiesen und den französischen Botschafter in Algerien, Stephane Romatet, zu Konsultationen nach Frankreich zurückgerufen.
Die diplomatische Krise zwischen Frankreich und Algerien verschärft sich. Als Reaktion auf die Ausweisung von 12 französischen Diplomaten durch Algerien hat Frankreich beschlossen, 12 algerische Diplomaten auszuweisen. Zudem hat Frankreich den Botschafter in Algerien, Stephane Romatet, zu Konsultationen in die Hauptstadt Paris zurückgerufen.
In einer Erklärung des französischen Präsidialamtes wurde die Entscheidung Algeriens als ein Schritt bezeichnet, der "zu einer plötzlichen und schwerwiegenden Verschlechterung der Beziehungen" geführt habe, und betont, dass Frankreich auf diese Situation mit dem Prinzip der "vollständigen Gegenseitigkeit" reagiere. In der Erklärung hieß es weiter: "Die algerischen Behörden müssen die Verantwortung für diese Spannungen in den bilateralen Beziehungen übernehmen. In diesem schwierigen Umfeld wird Frankreich seine nationalen Interessen schützen und weiterhin von Algerien die vollständige Einhaltung seiner Verpflichtungen fordern, insbesondere in den Bereichen nationale Sicherheit und Migration."
Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte in einem Beitrag: "Die algerischen Behörden haben sich für eine Eskalation der Spannungen entschieden. Wir reagieren darauf, wie wir es bereits angekündigt haben. Ein Dialog ist immer möglich, kann aber nicht einseitig sein."
DIPLOMATISCHE KRISE ZWISCHEN DEN BEIDEN LÄNDERN
Am vergangenen Freitag wurden in Frankreich insgesamt drei algerische Staatsbürger, darunter ein Mitarbeiter des algerischen Konsulats, beschuldigt, in die Entführung des 41-jährigen im Exil lebenden Amir Boukhors im vergangenen Jahr verwickelt zu sein. Boukhors, der die algerische Regierung offen kritisiert, hat im Internet mehr als eine Million Follower. Nach den Festnahmen gab die algerische Regierung 12 Konsulatsmitarbeitern Frankreichs eine Frist von 48 Stunden, um das Land zu verlassen.
Boukhors, der seit 2016 in Frankreich lebt, hatte 2023 politisches Asyl erhalten. Er wurde im April 2024 entführt und einen Tag später wieder freigelassen. Algerien, das Boukhors Betrug und Verbindungen zu terroristischen Organisationen vorwirft, hat neun internationale Haftbefehle gegen ihn erlassen.
Nachrichtenquelle: İHA
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