Endgültige Wahlergebnisse in Deutschland stehen fest: Rechtsextreme AfD zieht mit 152 Abgeordneten ein
Der Bundeswahlausschuss hat die endgültigen Ergebnisse der Wahl vom 23. Februar in Deutschland bekannt gegeben. Laut der Mitteilung des Ausschusses wird die CDU/CSU mit 208 Abgeordneten die stärkste Fraktion im 630 Sitze umfassenden Deutschen Bundestag stellen. Die rechtsextreme AfD, die bei der Wahl den zweiten Platz belegte, konnte mit 152 Abgeordneten in das Parlament einziehen.
12punto AUSLANDSREDAKTION
Die endgültigen Ergebnisse der am 23. Februar in Deutschland durchgeführten Bundestagswahl wurden vom Bundeswahlausschuss bekannt gegeben. Den Ergebnissen zufolge belegte die Union (CDU/CSU) mit 28,5 Prozent der Stimmen den ersten Platz. Die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) erreichte 20,8 Prozent, die Sozialdemokratische Partei (SPD) kam auf 16,4 Prozent.
Die Grünen erzielten 11,6 Prozent, die Linke erreichte 8,8 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit (BSW) mit 4,98 Prozent und die Freie Demokratische Partei (FDP) mit 4,3 Prozent scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. Diese Parteien zogen nicht in den Bundestag ein.
Den Ergebnissen zufolge wird der 630 Sitze umfassende Bundestag wie folgt besetzt sein: CDU/CSU mit 208, AfD mit 152, SPD mit 120, die Grünen mit 85 und die Linke mit 64 Abgeordneten. Es wurde zudem bestätigt, dass der Südschleswigsche Wählerverband (SSW), der die dänische Minderheit vertritt, aufgrund einer Sonderregelung von der Sperrklausel befreit ist und mit einem Abgeordneten im Parlament vertreten sein wird.

KOALITIONSVERHANDLUNGEN DAUERN AN
Der Wahlsieger, der CDU/CSU-Block, und die SPD haben ihre Vorgespräche zur Bildung einer Koalitionsregierung abgeschlossen. Die Parteien gaben bekannt, dass sie sich über Themen wie den Kampf gegen illegale Migration, die Unterstützung der Industrie und die Ankurbelung der Wirtschaft ausgetauscht haben.
Wie der Spiegel berichtet, erklärte CDU/CSU-Chef Friedrich Merz, man strebe den Abschluss der Koalitionsverhandlungen bis Ostern an. In der ersten Verhandlungsrunde erzielten SPD und CDU/CSU Einigkeit in Verteidigungsfragen. Dennoch merkte die SPD an, dass sie mit der Partei von Merz noch keine Einigung erzielt habe, da sie eine Erhöhung der Löhne und den Verzicht auf 'feindselige Politik gegenüber Migranten' fordere.
Merz betonte, dass Europa auf die Bedrohung durch Russland vorbereitet sein müsse, und rief mit den Worten 'Es ist fünf vor zwölf' zu dringenden Maßnahmen auf. Zudem wies er darauf hin, dass die USA unter der Regierung von Donald Trump nicht als verlässlicher Verbündeter angesehen würden.

Es wird erwartet, dass CDU/CSU-Chef Merz durch die Bildung einer Koalition mit SPD und Grünen der neue Bundeskanzler Deutschlands wird
WERDEN DIE GRÜNEN UNTERSTÜTZEN?
Es wurde darauf hingewiesen, dass CDU/CSU und SPD die Unterstützung der Grünen benötigen, um ihre Maßnahmen umzusetzen. Merz kündigte an, dass in der kommenden Woche intensive Gespräche mit der Partei Bündnis 90/Die Grünen stattfinden werden. Die Führung der Grünen äußerte jedoch, dass es erhebliche Differenzen zwischen den potenziellen Koalitionspartnern gebe.
Die Co-Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner, äußerte Vorbehalte gegenüber einer Unterstützung der neuen Regierungskoalition und erklärte:
'Wir sehen, dass die Partner in den Koalitionsverhandlungen ihre Kassen füllen wollen, um ihre Wahlversprechen finanzieren zu können.'

Die Co-Vorsitzende der Grünen, Franziska Brantner
Nachrichtenquelle: 12punto
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