Epstein-Festnahme: Britischer Politiker in Gewahrsam
Peter Mandelson, dem vorgeworfen wird, Staatsgeheimnisse mit dem US-amerikanischen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein geteilt zu haben, wurde in Großbritannien von der Polizei festgenommen.
Die Krise, die der US-amerikanische Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in der britischen Politik ausgelöst hat, hält an. Peter Mandelson, eine Schlüsselfigur der britischen Politik, der beschuldigt wird, Staatsgeheimnisse mit Epstein geteilt zu haben, wurde von der Polizei festgenommen.
In einer polizeilichen Erklärung wurde mitgeteilt, dass Mandelson wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch festgenommen wurde: "Polizeibeamte haben einen 72-jährigen Mann wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch in Gewahrsam genommen.
Mandelson, der am Montag, dem 23. Februar, an einer Adresse in Camden festgenommen wurde, wurde zur Befragung auf eine Polizeiwache in London gebracht. Diese Festnahme erfolgte nach der Vollstreckung von Durchsuchungsbeschlüssen an zwei Adressen in den Regionen Wiltshire und Camden", hieß es.
Rücktritt von der Labour Party und aus dem House of Lords
Es zeigte sich, dass der Schriftverkehr zwischen Mandelson und Epstein zu einer Zeit stattfand, als Mandelson 2009 als Minister für Wirtschaft und Handel in der Regierung von Gordon Brown tätig war. Mandelson wurde 2024 zum britischen Botschafter in den USA ernannt, jedoch nach weniger als einem Jahr aus dem Amt entlassen, nachdem ein Teil seines Schriftverkehrs mit Epstein bekannt geworden war. Mandelson, der als einer der Hauptarchitekten der Wahlerfolge der Labour Party in den Jahren 1997, 2001 und 2005 gilt, war nach dem Bekanntwerden neuer Korrespondenzen mit Epstein von seiner Mitgliedschaft in der Labour Party und anschließend aus dem House of Lords zurückgetreten.
Neu enthüllte Korrespondenz zwischen Mandelson und Epstein
In der neu enthüllten Korrespondenz zwischen Mandelson und Epstein kam ans Licht, dass Mandelson zahlreiche Informationen weitergegeben hatte. Es wurde bekannt, dass Mandelson 2009 Epstein gegenüber geäußert hatte, der Chef der Bank JP Morgan solle den britischen Finanzminister wegen dessen Steuerplänen für Banker-Boni "leicht bedrohen". Zudem hatte er Epstein vorab über ein 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket informiert, das die EU während der Schuldenkrise in der Eurozone vorbereitet hatte. Des Weiteren kam heraus, dass Epstein in den Jahren 2003 und 2004 insgesamt 75.000 Dollar an Mandelson überwiesen hatte – jeweils 25.000 Dollar pro Zahlung – und dass Epstein 10.000 Pfund an Mandelsons Partner Reinaldo Avila da Silva gezahlt hatte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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