Geiselaussage von israelischen Quellen
Es heißt, die israelische Regierung stehe kurz vor der Unterzeichnung eines Abkommens mit der Hamas zur Freilassung der Geiseln
Quellen der israelischen Regierung haben erklärt, dass ein bedingtes Abkommen, das die Freilassung von mehr als 240 von der Hamas festgehaltenen Personen vorsieht, kurz vor dem Abschluss steht.
Es wird erwartet, dass 40 Kinder sowie etwa 20 Frauen und ältere Menschen im Austausch für die Freilassung von in israelischen Gefängnissen inhaftierten Palästinensern freikommen.
Die Familien der Geiseln üben weiterhin Druck auf die israelische Regierung aus, damit das Abkommen zustande kommt.
Die Hamas hat bisher vier Geiseln freigelassen, darunter die 85-jährige Yocheved Lifshitz, die im vergangenen Monat zu ihrer Familie zurückkehrte. Ihr 83-jähriger Ehemann Oded Lifshitz wird jedoch weiterhin als Geisel festgehalten.
Es wird angenommen, dass die von der Hamas Entführten in Tunneln im Gazastreifen gefangen gehalten werden.
USA und Netanjahu dementieren Berichte über ein Abkommen mit der Hamas
Unterdessen haben der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und hochrangige US-Beamte die Behauptungen der Washington Post dementiert, wonach eine Einigung mit der Hamas über eine kurzzeitige Waffenruhe erzielt worden sei.
Die Washington Post hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet, dass Israel, die USA und die Hamas sich auf einen Entwurf für ein Abkommen geeinigt hätten, das die Freilassung der im Gazastreifen festgehaltenen Frauen und Kinder im Austausch für eine fünftägige Waffenruhe vorsieht.
Premierminister Netanjahu, der diese Information vorerst dementierte, erklärte zu den Behauptungen: „Ich möchte eines klarstellen: Bisher wurde kein Abkommen getroffen. Aber ich möchte Ihnen eines versprechen: Wenn es etwas gibt, werden wir Sie informieren.“
Ein Sprecher des Weißen Hauses, der eine ähnliche Erklärung abgab, betonte ebenfalls, dass Israel und die Hamas noch keine Einigung über eine vorübergehende Waffenruhe erzielt hätten, die USA jedoch weiterhin an einer Einigung arbeiteten.
Gegenüber Euronews erklärten Quellen der israelischen Regierung zudem, dass das Weiße Haus den Druck auf Israel erhöhe, damit das Land mehr Treibstoff in das belagerte Gebiet lässt, um die humanitäre Katastrophe im Gazastreifen zu lindern und den Betrieb der Krankenhäuser zu ermöglichen.
Nachrichtenquelle: Euronews
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