Großkonzern stoppt Transporte im Roten Meer
Die dänische Tankerreederei Torm hat mitgeteilt, dass sie alle Fahrten durch den südlichen Teil des Roten Meeres eingestellt hat.
Die dänische Tankerreederei Torm hat mitgeteilt, dass sie alle Fahrten durch den südlichen Teil des Roten Meeres eingestellt hat. Nach Angriffen der Huthi-Rebellen im Jemen auf Schiffe im Roten Meer hatten US-amerikanische und britische Streitkräfte in der Nacht Huthi-Ziele angegriffen.
Torm erklärte in einer per E-Mail an einen AA-Korrespondenten übermittelten Stellungnahme, dass man sich entschieden habe, ab heute alle Fahrten durch den südlichen Teil des Roten Meeres zu stoppen. Torm transportiert mit einer Flotte von 80 Schiffen Energieprodukte und saubere Erdölprodukte.
Nachdem die Huthi-Rebellen im Jemen im Roten Meer an der Meerenge Bab al-Mandab Schiffe mit „Verbindungen zu Israel“ angegriffen hatten, hatten die dänische Reederei Maersk, das italienisch-schweizerische Gemeinschaftsunternehmen Mediterranean Shipping Company (MSC) – die weltweit größte Containerreederei –, die deutsche Reederei Hapag-Lloyd, die französische Reederei CMA CGM sowie der britische Energiekonzern bp bereits beschlossen, ihre Fahrten in der Region auszusetzen.
Maersk hatte am 5. Januar nach einem Angriff der Huthis auf eines seiner Schiffe erklärt, dass alle Schiffe, die das Rote Meer bzw. den Golf von Aden passieren sollten, in naher Zukunft um das Kap der Guten Hoffnung nach Süden umgeleitet werden sollen.
Während die USA und Großbritannien Ziele der Huthis im Jemen angriffen, führten amerikanische und britische Kampfflugzeuge gestern Nacht Luftangriffe auf verschiedene Punkte in den jemenitischen Städten Sanaa, Hodeida und Taiz durch.
In Berichten der internationalen Presse hieß es, Maersk und Hapag-Lloyd begrüßten die internationale Intervention im Roten Meer. Maersk äußerte zudem die Hoffnung, dass eine „größere Marinepräsenz im Roten Meer“ die Wiederaufnahme des Seehandels in der Region ermöglichen werde.
Über den Suezkanal, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet und die kürzeste Route zwischen Europa und Asien darstellt, werden etwa 12 Prozent des Welthandels abgewickelt.
Nachrichtenquelle: AA
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