Hakan Fidan appelliert an islamische Länder: 'Die gesamte Umma beobachtet uns'
Außenminister Hakan Fidan nahm in Vertretung der Türkei am 15. Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) in Banjul, der Hauptstadt Gambias, teil. Fidan betonte, dass heute die gesamte Umma und vernünftige Menschen auf der ganzen Welt auf sie blicken, und richtete einen Appell an die islamischen Länder in Bezug auf die Palästina-Israel-Frage.
In Banjul, der Hauptstadt von Gambia, dem kleinsten Land Westafrikas, fand das 15. Gipfeltreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit statt, an dem Außenminister Hakan Fidan in Vertretung der Türkei teilnahm.
Vor der offiziellen Eröffnung des Gipfels nahm Minister Fidan gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer am Familienfoto teil.
"Stärkung von Einheit und Solidarität durch Dialog für nachhaltige Entwicklung" lautete das Motto des Gipfels, bei dem Fidan die Maßnahmen der Türkei gegen Israel und die Bedeutung, die sie der Palästina-Frage beimisst, hervorhob.
Minister Fidan kritisierte die Politik Israels gegenüber den Palästinensern und erklärte, dass auf internationaler Ebene Schritte unternommen werden müssten. Er sagte: 'Wir werden alle diplomatischen Mittel ausschöpfen, damit Israel nicht ungestraft davonkommt'.
"DIES IST UNSERE PRÜFUNG"
Informationen zufolge äußerte sich Minister Fidan auf dem Gipfel wie folgt:
"Dies ist unsere Prüfung. Wir müssen beweisen, dass wir geeint sein können. Wir müssen zeigen, dass die islamische Welt durch diplomatische Wege und bei Bedarf durch zwingende Maßnahmen Ergebnisse erzielen kann. Die islamische Geschichte ist voller zerstörerischer Spaltungen. Heute können wir diese Fehler nicht wiederholen. Die Palästina-Frage darf nicht regionalen Rivalitäten geopfert werden. Keiner von uns hat das Recht, unsere internen Angelegenheiten oder Rivalitäten auf dem Rücken der Palästinenser auszutragen. Wenn die Solidarität und Einheit der islamischen Welt verloren geht, werden Israel und seine Unterstützer die einzigen Gewinner sein."
"DASS ES EINEN PREIS HAT, DAS RECHT ZU VERLETZEN..."
Minister Fidan erklärte, dass, wenn diese historische Ungerechtigkeit nicht jetzt und für immer korrigiert werde, die nächste Stufe eine größere Katastrophe als je zuvor mit sich bringen werde. Fidan betonte, dass jeder Israel dazu zwingen müsse, seine Unterdrückung der Palästinenser zu beenden und eine Zwei-Staaten-Lösung zu akzeptieren, und Israel zeigen müsse, dass es einen Preis habe, das Völkerrecht zu verletzen.
Fidan betonte, dass die Türkei ein vollständiges Handelsverbot gegen Israel verhängt habe, und nutzte die Formulierung: "Es ist unerlässlich, dass wir alle uns zur Verfügung stehenden wirksamen Instrumente und alle Druckmittel gegen Israel mobilisieren."
Fidan erinnerte daran, dass die Türkei am 1. Mai ihre Entscheidung bekannt gegeben habe, sich der von Südafrika gegen Israel vor dem Internationalen Gerichtshof angestrengten Völkermordklage anzuschließen, und bekräftigte, dass sie alle diplomatischen Wege nutzen würden, um sicherzustellen, dass Israel nicht ungestraft bleibe, und vor keiner Initiative zurückschrecken würden.
"WIRD ISRAEL EINEN WICHTIGEN SCHLAG VERSETZEN"
Fidan betonte, dass heute die gesamte Umma und vernünftige Menschen auf der ganzen Welt auf sie blicken, und sagte:
"Unser Volk erwartet von diesem Gipfel konkrete Ergebnisse. Eine Anerkennung Palästinas durch mehr Länder wird Israel einen wichtigen Schlag versetzen. Zudem müssen wir alle unsere Anstrengungen unternehmen, um die Vollmitgliedschaft Palästinas bei der UNO zu gewährleisten."
BILATERALE GESPRÄCHE GEFÜHRT
Neben dem Treffen führte Minister Fidan auch bilaterale Gespräche.
Im Rahmen seiner bilateralen Kontakte wurde Außenminister Fidan vom gambischen Präsidenten Adama Barrow empfangen und traf sich mit dem aserbaidschanischen Außenminister Ceyhun Bayramov und dem stellvertretenden somalischen Premierminister Salah Jama.
Fidan, der in Gambia auch mit dem sudanesischen amtierenden Außenminister Hussein Awad Ali Muhammad zusammenkam, traf sich zudem mit Vertretern türkischer Unternehmen, die in Gambia tätig sind.
Nachrichtenquelle: İHA
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