Historischer Zusammenbruch in diesem Land: Das Leben kommt zum Stillstand
Kuba erlebt nach dem Tod von Fidel Castro einen massiven wirtschaftlichen und sozialen Zusammenbruch. Während Millionen Menschen das Land verlassen, sind grundlegende Dienstleistungen nahezu zum Erliegen gekommen.
Nach dem Tod von Fidel Castro befindet sich Kuba in einem massiven Niedergang und steht vor der größten wirtschaftlichen und sozialen Krise seiner Geschichte. Laut einer Analyse von The Economist ist Kuba aufgrund niedriger Löhne, der Knappheit an Grundbedürfnissen und einer Massenabwanderung in einen Prozess des ernsthaften Zusammenbruchs geraten. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zeigen ihre Wirkung in einem breiten Spektrum, das von im Alltag spürbaren Stromausfällen bis hin zur Funktionsunfähigkeit der Gesundheitsdienste reicht.
STROMAUSFÄLLE UND KRISE DER GRUNDVERSORGUNG
Während Stromausfälle im Land zum Teil des täglichen Lebens geworden sind, gibt es auch bei der Gesundheitsversorgung, dem Transportwesen und der Lebensmittelversorgung große Störungen. Während das monatliche Einkommen von Staatsbediensteten zwischen 5 und 14 Dollar liegt, liegen die Preise für Grundnahrungsmittel weit über den Gehältern. Viele Kubaner kämpfen darum, täglich nur eine Mahlzeit zu sich nehmen zu können, während das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen Hilfe für Kinder schickt.
TRANSPORT, GESUNDHEITSDIENSTE UND MIGRATIONSKATASTROPHE
Das Transportsystem in Kuba ist vollständig zusammengebrochen. Während Benzin auf dem Schwarzmarkt landet, können nur 3 Prozent der benötigten Medikamente bereitgestellt werden. Die Zahl derer, die aus Kuba auswandern, steigt rapide; seit 2020 haben etwa 2,75 Millionen Menschen das Land verlassen. Auch der Gesundheitssektor hat einen schweren Schlag erlitten; mehr als die Hälfte der Ärzte im Land ist ins Ausland gegangen. Mit diesen Entwicklungen schrumpft die Bevölkerung Kubas rapide, während die Geburtenrate auf 1,29 gesunken ist.
SEKTOREN BRECHEN ZUSAMMEN, WÄHRUNG VERLIERT AN WERT
Während die Zuckerproduktion, der symbolträchtige Sektor Kubas, auf den niedrigsten Stand der Geschichte gesunken ist, konnte sich auch der Tourismussektor nicht erholen. Der Peso hat in den letzten Jahren massiv an Wert verloren und ist gegenüber dem US-Dollar von 24 auf über 450 gestiegen.
PRIVATSEKTOR ALS EINZIGER LEBENDIGER BEREICH
Der Privatsektor in Kuba sticht inmitten der Krise als einziger lebendiger Bereich hervor. Die Regierung ist jedoch sowohl vom Privatsektor abhängig geworden als auch bestrebt, aus Angst vor Kontrollverlust Hindernisse aufzubauen. Das Fehlen einer reformorientierten Führung und der zunehmende politische Druck erschweren es dem Land, die Krise zu überwinden.
AM RANDE EINER UNUMKEHRBAREN KATASTROPHE
Analysen zufolge wird darauf hingewiesen, dass Kuba unter diesen Bedingungen, sollte es keine tiefgreifenden Reformen durchführen, schnell auf eine "unumkehrbare Katastrophe" zusteuert. Es wird betont, dass dieser Zusammenbruch anhalten und eine große Bedrohung für die Zukunft des Landes darstellen wird, solange keine grundlegenden Änderungen am wirtschaftlichen und sozialen System des Landes vorgenommen werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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