Kanada und Niederlande bestellen israelische Botschafter ins Außenministerium ein
Kanada und die Niederlande haben ihre israelischen Botschafter in ihre Außenministerien einbestellt, nachdem Berichte über die Misshandlung von Aktivisten durch Israel bekannt wurden, die im Rahmen der „Global Sumud“-Flottille festgehalten wurden.
Nach Italien und Frankreich haben nun auch Kanada und die Niederlande einen ähnlichen Schritt unternommen und die israelischen Botschafter in ihre Außenministerien einbestellt, nachdem ein Video über die Misshandlung von Aktivisten durch Israel, die im Rahmen der „Global Sumud“-Flottille festgehalten wurden, an die Öffentlichkeit gelangt war. Die kanadische Außenministerin Anita Anand erklärte, die von Israels rechtsextremem Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, verbreiteten Aufnahmen seien äußerst besorgniserregend und absolut inakzeptabel. „Wir nehmen diese Angelegenheit sehr, sehr ernst. Es geht hier um die humane Behandlung von Zivilisten, und ich versichere Ihnen, dass wir in dieser Sache dringend handeln“, sagte sie.
Der niederländische Außenminister Tom Berendsen bezeichnete die Bilder als schockierend und inakzeptabel und erklärte: „Diese Behandlung der Gefangenen verletzt die grundlegende Menschenwürde. Ich habe dieses Thema direkt bei meinem israelischen Kollegen Gideon Sa’ar angesprochen und werde den israelischen Botschafter einbestellen.“
Terroristenbehandlung für Aktivisten
In dem Video, das Ben-Gvir mit der Notiz „Willkommen in Israel“ teilte, ist zu sehen, wie israelische Polizisten die Aktivisten misshandeln; die Aktivisten wurden mit Handschellen gefesselt, zum Knien gezwungen und mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden festgehalten. Als Ben-Gvir vorbeiging, rief eine Aktivistin „Freies Palästina“, woraufhin die israelische Polizei hart gegen die Frau vorging, was ebenfalls von der Kamera festgehalten wurde. Ben-Gvir schwenkte zudem eine israelische Flagge über den Aktivisten und wandte sich an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu mit den Worten: „Überlassen Sie uns diese für eine lange Zeit, damit wir sie in Terroristengefängnisse stecken können.“
Die israelische Armee hatte am vergangenen Montag bei der Intervention gegen die Flottille 428 Aktivisten aus 44 Ländern festgesetzt. Viele Länder, darunter die Türkei, Spanien, Jordanien, Pakistan, Brasilien und Indonesien, hatten den israelischen Eingriff als „Verstoß gegen das Völkerrecht“ verurteilt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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