Könnten die Kämpfe in Aleppo eine neue Flüchtlingswelle in die Türkei auslösen? Syrischer Oppositionsgeneral gibt Auskunft
General Ahmet Rahal von der syrischen Opposition äußerte sich zu den Operationen gegen das Regime in Aleppo: „Wir glauben, dass ein schneller Zusammenbruch von Assad und der Hisbollah in Syrien definitiv auch einen schnellen Fall der YPG bewirken wird, insbesondere in Manbidsch, Tel Rifat und den umliegenden Gebieten. Aufgrund dieser Ereignisse kann die syrische Opposition aufatmen. Gleichzeitig könnten Flüchtlinge problemlos in ihre Heimat zurückkehren.“ Rahal beantwortete zudem die Frage, wie sich eine mögliche Fluchtbewegung aus Aleppo auf die Türkei auswirken könnte.
In Syrien dauern die Kämpfe zwischen Oppositionsgruppen und dem Assad-Regime im westlichen Umland der Stadt Aleppo seit dem 27. November an.
In einer Erklärung der Vereinten Nationen (UN) wurde mitgeteilt, dass durch die anhaltenden Kämpfe in Aleppo 27 Zivilisten ums Leben gekommen seien.

Während die regimefeindlichen Kämpfer begannen, in das Stadtzentrum von Aleppo vorzudringen, wurde bekannt gegeben, dass aufgrund der Kämpfe der letzten zwei Tage mehr als 14.000 Menschen vertrieben wurden.
Ahmet Rahal, ein Brigadegeneral in Syrien, äußerte sich zu den Geschehnissen.

Rahal erklärte, dass durch die Operationen in den kommenden Tagen weitere Gebiete unter die Kontrolle der Oppositionsgruppen fallen könnten: „Die Operation, die seit zwei Tagen westlich von Aleppo und in den befreiten Gebieten andauert, erfolgt mit Unterstützung der Türkei und hat zum Ziel, dass die Menschen und Flüchtlinge in ihre Häuser zurückkehren können. In Gebiete wie Chan Schaichun und Maarat an-Numan könnten 2,5 Millionen Flüchtlinge aus der Türkei zurückkehren. Diese Operationen haben auf einer sehr großen Linie erfolgreich Fortschritte erzielt. Heute ist das Ziel Aleppo und Saraqib, vielleicht können in den kommenden Tagen weitere Gebiete befreit werden“, sagte er.

„DER STURZ DES ASSAD-REGIMES WIRD AUCH DEN FALL DER YPG BESCHLEUNIGEN“
Rahal betonte, man sei überrascht über den schnellen Zusammenbruch des Regimes in Aleppo: „Wir waren wirklich schockiert, wie schnell das syrische Regime gefallen ist. Aber wir wissen, dass das Regime nur durch die Unterstützung des Iran überlebt und ganz Aleppo unter der Kontrolle der Hisbollah steht. Wir hoffen, dass sich diese Operationen ausweiten und auf das Gebiet Al-Zahra vorrücken. Gleichzeitig wollen wir, dass die Operation auf Tel Rifat ausgeweitet wird, um diesen Korridor zu befreien, da dort die YPG präsent ist. Wir glauben, dass ein schneller Zusammenbruch von Assad und der Hisbollah in Syrien definitiv auch einen schnellen Fall der YPG bewirken wird, insbesondere in Manbidsch, Tel Rifat und den umliegenden Gebieten. Aufgrund dieser Ereignisse kann die syrische Opposition aufatmen. Gleichzeitig könnten Flüchtlinge problemlos in ihre Heimat zurückkehren“, sagte er.
Auf die Frage, wie die Türkei von einer möglichen Fluchtbewegung aus Aleppo betroffen sein könnte, antwortete Rahal: „Die Situation entwickelt sich nun anders. Früher flohen die Menschen aufgrund der Angriffe Assads aus Syrien in die Türkei. Aber jetzt wird es umgekehrt sein: Sie werden aus der Türkei nach Syrien zurückkehren.“
Nachrichtenquelle: İHA
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