Kongolesische Revolutionäre Armee übernimmt Kontrolle über eine Stadt: Afrikanische Länder in Alarmbereitschaft
In der Stadt Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DRK) hat die Kongolesische Revolutionäre Armee (auch bekannt als M23), die dort gegen die Armee kämpft, die Kontrolle über die Stadt übernommen.
Nachdem der Außenminister der DRK, Christophe Lutundula, erklärt hatte, dass 'Ruanda durch die Entsendung von Soldaten in das Land zur Unterstützung der Rebellen den Krieg erklärt habe', kam es zu heftigen Zusammenstößen zwischen den Rebellen und der Armee. Nach den Kämpfen in der Stadt Goma im Osten des Landes übernahm die Rebellengruppe M23 die Kontrolle über die Stadt.
Das uruguayische Kontingent der UN-Friedensmission in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) berichtete, dass die Rebellen die Regierungssoldaten um 03.00 Uhr Ortszeit zur Kapitulation aufgefordert hätten und 100 kongolesische Soldaten ihre Waffen niedergelegt hätten. MONUSCO-Personal und deren Familien wurden mit 10 Bussen nach Ruanda evakuiert.

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) sind die Hauptstraßen um Goma gesperrt, während der Flughafen der Stadt für Evakuierungen und humanitäre Hilfe nicht mehr genutzt werden kann.
UN-AUFRUF AN M23 ZUM 'RÜCKZUG'
UN-Generalsekretär Antonio Guterres appellierte an Ruanda, die Unterstützung der Rebellen einzustellen und seine Truppen aus dem Gebiet der Demokratischen Republik Kongo abzuziehen. Guterres forderte die M23-Rebellengruppe zudem auf, 'alle feindseligen Handlungen unverzüglich einzustellen und sich aus den besetzten Gebieten zurückzuziehen'.
Während das Vereinigte Königreich ein Ende der Angriffe auf Friedenssoldaten forderte, rief der französische UN-Botschafter Nicolas de Riviere zum Abzug der MONUSCO aus der Demokratischen Republik Kongo auf.
Das kenianische Außenministerium teilte mit, dass der kenianische Präsident William Ruto, der derzeit den Vorsitz der Ostafrikanischen Gemeinschaft innehat, ein dringendes Treffen auf Ebene der Staatschefs zu der Situation einberufen werde.

DIE M23-GRUPPE
Die M23-Rebellengruppe wurde 2012 als Ableger einer anderen Rebellengruppe gegründet. Die Gruppe behauptet, ihr Ziel sei der Schutz der Tutsi-Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo, die nach eigenen Angaben seit langem unter Unterdrückung und Diskriminierung leide.
Sowohl die Demokratische Republik Kongo als auch die Vereinten Nationen werfen Ruanda vor, die M23-Gruppe zu unterstützen. Ruanda weist diese Vorwürfe zurück und schiebt die Verantwortung für den aktuellen Konflikt der Demokratischen Republik Kongo zu.
Einige Parteien behaupten hingegen, dass Ruanda die M23 dazu benutze, Bodenschätze wie Gold, Kobalt und Tantal im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu 'plündern'.

Nachrichtenquelle: İHA
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