Krebserregender Farbstoff Red Dye No. 3 in den USA verboten, in der Türkei jedoch leicht erhältlich
Während die USA den Lebensmittelfarbstoff Red Dye No. 3 (E 127/Erythrosin), der nachweislich bei Tieren Krebs verursacht, verboten haben, wird dieser Stoff in der Türkei weiterhin verwendet und ist sogar problemlos über das Internet zu beziehen. Experten für Lebensmittelsicherheit weisen auf die Gesundheitsrisiken dieses Farbstoffs hin und betonen, dass Etiketten sorgfältig gelesen werden sollten.
Die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) hat die Verwendung des Lebensmittelfarbstoffs Red Dye No. 3 (E 127/Erythrosin), der nachweislich bei Tieren Krebs verursacht, in Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten verboten. Dieses Verbot gewährt Herstellern eine Übergangsfrist bis Januar 2027 für Lebensmittelprodukte und bis Januar 2028 für Arzneimittel.

WAS IST RED DYE NO. 3?
Erythrosin ist ein synthetischer, aus Erdöl gewonnener Lebensmittelfarbstoff, der eine leuchtend kirschrote Farbe verleiht. In der Türkei ist dieser Stoff als E 127 bekannt und wird häufig verwendet in:
Cocktailkirschen,
Kirschbonbons,
Tiefkühldesserts,
Kuchen, Torten und Cupcakes.
Zudem kann er in einigen oral einzunehmenden Medikamenten enthalten sein.

GESUNDHEITSRISIKEN
Untersuchungen der FDA haben gezeigt, dass Erythrosin bei männlichen Laborratten Krebs verursacht. Zudem gibt es Bedenken, dass es bei Kindern Hyperaktivität auslösen könnte. Aus diesen Gründen wurde der Stoff nach den USA auch in Japan, Australien und den Ländern der Europäischen Union verboten oder eingeschränkt.
DIE SITUATION IN DER TÜRKEI
In der Türkei beschränkt die Lebensmittelgesetzgebung die Verwendung von Erythrosin lediglich auf Cocktailkirschen und Kirschbonbons. Dennoch ist es möglich, auf dem Markt andere Produkte zu finden, die Erythrosin enthalten. Darüber hinaus ist der Farbstoff Erythrosin problemlos über das Internet erhältlich.
Der Experte für Lebensmittelsicherheit Bülent Şık weist darauf hin, dass dies ein großes Problem darstellt:
"Der Verkauf jeglicher Lebensmittelzusatzstoffe über das Internet, insbesondere solcher, die ein Gesundheitsrisiko bergen, muss unterbunden werden. Selbst wenn es gesetzliche Beschränkungen gibt, stellt der leichte Zugang zu diesen Produkten ein ernstes Problem für die öffentliche Gesundheit dar."

WARNUNG AN DIE VERBRAUCHER
Experten betonen, dass die Etiketten von Produkten, die Zusatzstoffe wie Erythrosin enthalten, sorgfältig gelesen werden sollten. Das Verbot der FDA zielt darauf ab, Verbraucher zu sichereren Alternativen zu führen, doch in diesem Prozess ist das individuelle Bewusstsein von großer Bedeutung.
Quelle: FDA, Bianet, Einschätzungen von Bülent Şık.
Nachrichtenquelle: 12punto
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