Merz: Ein endloser Krieg im Iran liegt nicht in unserem Interesse
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte zu den Angriffen der USA und Israels auf den Iran sowie den Vergeltungsmaßnahmen der Teheraner Führung: „Die Konflikte beeinträchtigen die staatliche Struktur und die territoriale Integrität des Iran. Ein endloser Krieg liegt nicht in unserem Interesse. Szenarien für Stellvertreterkriege im Iran könnten weitreichende Folgen für Europa haben, einschließlich Sicherheit, Energie und Migration.“
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine schriftliche Erklärung zu den Entwicklungen im Nahen Osten mit Bezug zum Iran abgegeben. Der Bundeskanzler, der seine Unterstützung für die Angriffe der USA und Israels auf den Iran zum Ausdruck brachte, wies auf die Risiken einer Fortsetzung und Ausweitung der Konflikte hin. Merz sagte: „Diese Konflikte beeinträchtigen die Sicherheit Israels und unserer Partner in der Region, insbesondere unserer Partner in der Golfregion. Sie beeinträchtigen zudem die staatliche Struktur und die territoriale Integrität des Iran. Ein endloser Krieg liegt nicht in unserem Interesse.“
Merz wies darauf hin, dass Szenarien eines Zusammenbruchs des iranischen Staates oder Stellvertreterkriege auf iranischem Boden weitreichende Folgen für Europa haben könnten, einschließlich Sicherheit, Energieversorgung und Migration. Er warnte vor den unkontrollierbaren Folgen eines langwierigen Krieges und erinnerte daran, dass Deutschland, Frankreich, Großbritannien und die Partner in der Golfregion an einem Plan zur Beendigung der Konflikte arbeiten.
Merz erklärte: „Wir arbeiten gemeinsam mit unseren Partnern daran, eine gemeinsame Perspektive zur Beendigung der Feindseligkeiten zu entwickeln und zu deren Umsetzung beizutragen. Das Leitprinzip muss eine regionale Friedensordnung sein, die die Sicherheit und Existenz aller Staaten, einschließlich Israels und der Golfstaaten, garantiert. Der regionale Konflikt muss beendet werden. Nach dem Ende der Konflikte muss ein politischer Prozess eingeleitet werden, der den Dialog und das Vertrauen in der Region stärkt.“
Mit Blick auf die Notwendigkeit, das militärische Nuklearprogramm und das ballistische Raketenprogramm des Iran überprüfbar zu beenden, betonte Merz: „Es muss sichergestellt werden, dass nukleares Material aus dem Iran nicht in die Hände nichtstaatlicher Akteure oder dritter Länder gelangt. Die territoriale Integrität des Iran muss gewahrt bleiben. Die iranische Regierung muss funktionsfähig bleiben, die öffentliche Ordnung und die Grundversorgung müssen aufrechterhalten werden. Die iranische Wirtschaft darf nicht zusammenbrechen. Eine unkontrollierte Migration aus dem Iran muss verhindert werden.“
„Das iranische Volk hat das Recht, seine Zukunft frei zu bestimmen“, sagte Merz und fügte hinzu, dass Sanktionen in Zukunft aufgehoben und Hilfe geleistet werden könnten, dies jedoch nur möglich sei, wenn der Iran die genannten Bedingungen erfülle.
Nachrichtenquelle: İHA
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