Meta beschuldigt, Daten von hunderten Millionen Menschen gestohlen zu haben: Verbraucherorganisationen reichen Klage ein
Acht verschiedene europäische Verbraucherschutzorganisationen haben Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, WhatsApp und Instagram, verklagt. Der Vorwurf lautet, dass das Unternehmen in Europa illegal Daten von hunderten Millionen Menschen gesammelt habe.
12PUNTO AUSLANDSREDAKTION
Der Europäische Verbraucherverband (BEUC), der Dachverband von 45 verschiedenen Verbraucherschutzgruppen in ganz Europa, gab bekannt, dass acht seiner Mitgliedsorganisationen am 29. Februar Klage gegen Meta eingereicht haben. Den Angaben zufolge haben die Organisationen bei den zuständigen Behörden in ihren jeweiligen Ländern Beschwerde im Rahmen der nationalen Datenschutzgesetze eingereicht.
Die Organisationen behaupten, dass Meta Informationen über Nutzer sammelt, darunter Daten, die dazu dienen, deren sexuelle Orientierung, emotionalen Zustand und sogar ihre Anfälligkeit für Suchtverhalten zu analysieren.
Den Beschwerdeführern zufolge werden die von Meta erhobenen Daten ohne die Zustimmung der Nutzer gesammelt. Es wird behauptet, dass die Praktiken des Unternehmens gegen das Datenschutzrecht der Europäischen Union sowie gegen Teile der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen.
Der BEUC veröffentlichte eine Erklärung, in der es heißt: "Meta speist mit seinen illegalen Praktiken ein auf Überwachung basierendes Werbesystem, das Verbraucher online verfolgt und riesige Mengen an persönlichen Daten sammelt, um ihnen Werbung anzuzeigen."
Die EU hatte Meta im vergangenen Jahr zu einer Geldstrafe in Höhe von 1,3 Milliarden Euro verurteilt, weil das Unternehmen Daten, die in Europa gesammelt wurden, vorschriftswidrig auf Servern in den USA gespeichert hatte.
'ZAHLEN ODER ZUSTIMMEN'-POLITIK BEREITS ANGEZEIGT
Nach Angaben des BEUC bedeutet Metas Angebot an europäische Nutzer, für eine monatliche Gebühr von 12,99 Euro eine werbefreie Nutzung zu ermöglichen, während Nutzer, die nicht zahlen, gezwungen sind, 'personalisierte Werbung' zu akzeptieren, eine unfaire und irreführende Wahlmöglichkeit.
Die Organisation hatte bereits im vergangenen November Beschwerde gegen diese Praxis von Meta eingelegt, mit der Begründung, es handele sich um eine 'aggressive' und 'unfaire' Geschäftspraktik.
Ursula Pachl, stellvertretende Generaldirektorin des BEUC, äußerte sich zu den Praktiken von Meta wie folgt: "Das Angebot, das Meta den Nutzern macht, ist im Kern Augenwischerei. Im Zentrum der Unternehmenspolitik steht die Erfassung aller Arten sensibler Informationen über das Leben der Menschen, um damit anschließend durch ein invasives Werbemodell Geld zu verdienen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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