Nationalhymnen-Krise zwischen Iran und Taliban: Taliban-Vertreter blieb sitzen
Bei der Eröffnung der Internationalen Konferenz für islamische Einheit, an der auch der iranische Präsident Masud Peseschkian teilnahm, löste das Verhalten des Taliban-Vertreters, der sich beim Abspielen der iranischen Nationalhymne nicht erhob, Empörung im Iran aus.
Bei der Eröffnung der Internationalen Konferenz für islamische Einheit in der iranischen Hauptstadt Teheran blieb der Taliban-Vertreter während des Abspielens der Nationalhymne im Gegensatz zu den anderen Konferenzteilnehmern sitzen.
Dieser Vorfall, der sich ereignete, während auch Präsident Peseschkian im Saal anwesend war, stieß in den iranischen Medien und in den sozialen Netzwerken auf scharfe Kritik seitens der Iraner; einige kritisierten zudem die Einladung des Taliban-Vertreters zur Konferenz.
Als Reaktion auf die Vorfälle erklärte Irans Sonderbeauftragter für Afghanistan, Hassan Kazemi, auf seinem X-Account: "Es gibt weder einen Sinn noch einen Präzedenzfall dafür, diplomatische Prinzipien unter dem Vorwand des Verbots von Musik zu missachten."
ÄHNLICHER VORFALL IN PAKISTAN
Taliban-Vertreter hatten sich bereits am 18. September bei einer Zeremonie in der pakistanischen Stadt Peschawar nicht erhoben, als die pakistanische Nationalhymne gespielt wurde. Pakistan hatte diesen Vorfall als "Verstoß gegen diplomatische Protokolle" eingestuft und protestiert.
Daraufhin reagierte das afghanische Konsulat in Peschawar auf den Protest der pakistanischen Behörden mit der Mitteilung, dass "die Taliban aufgrund ihrer Ablehnung von Musik auch die afghanische Nationalhymne verboten haben".
Nachrichtenquelle: 12punto
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