NATO-Staaten kaufen 1.000 „Patriot“-Luftabwehrraketen im Wert von 5,5 Milliarden Dollar
Es wurde bekannt gegeben, dass die Mitgliedstaaten der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) 1.000 „Patriot“-Luftabwehrraketen im Wert von 5,5 Milliarden Dollar erwerben werden. Stoltenberg erklärte: „Diese Investition zeigt die Stärke der transatlantischen Verteidigungszusammenarbeit und den Stellenwert, der der Sicherheit der NATO-Mitgliedstaaten beigemessen wird.“
Reyhan KÜÇÜK/12punto.com.tr
Die Beschaffungsagentur der NATO, NSPA, zielt darauf ab, die Luftverteidigungsfähigkeiten der NATO mit diesem Kauf im Gesamtwert von rund 5,5 Milliarden Dollar zu stärken.
Während das Abkommen als einer der größten finanziellen Käufe in der Geschichte der NSPA verzeichnet wird, heißt es, dass der Vertrag auch Elemente umfasst, die zukünftige Wartungsarbeiten unterstützen, wie etwa Testgeräte und Ersatzteile.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg begrüßte diese Initiative der Mitgliedstaaten und sagte: „Diese Investition zeigt die Stärke der transatlantischen Verteidigungszusammenarbeit und den Stellenwert, der der Sicherheit der NATO-Mitgliedstaaten beigemessen wird.“
WIRKSAMKEIT AN DER UKRAINISCHEN FRONT
Angesichts der russischen Raketen- und Drohnenangriffe auf zivile Ziele in der Ukraine wird die Bedeutung einer modernen Luftverteidigung noch deutlicher. Es ist geplant, diese Aufrüstungsinitiative in ein Projekt umzuwandeln, von dem auch Kiew profitieren kann, damit die Ukraine ihr eigenes Territorium effektiver gegen russische Angriffe verteidigen kann.
Zu den Ländern, die den Kauf tätigen, gehören unter anderem Deutschland, die Niederlande, Rumänien und Spanien. Dank der Unterstützung der NSPA und des gemeinsamen Beschaffungsprozesses sollen die Logistikkosten der Mitgliedstaaten gesenkt und ein effizienterer Zugang zu den Waffensystemen ermöglicht werden.
Für den Produktionsprozess ist ein Joint Venture verantwortlich, das aus dem europäischen Waffenhersteller MBDA und dem US-Unternehmen Raytheon besteht. Die Produktion wird in Schrobenhausen in Bayern stattfinden, wo auch die Wartung der „Patriot“-Raketen durchgeführt wird.
MBDA ist ein multinationales europäisches Verteidigungsunternehmen, das 2001 durch den Zusammenschluss französischer, britischer und italienischer Raketensystemhersteller gegründet wurde. Das Unternehmen mit Sitz in Frankreich agiert als Joint Venture von Airbus, BAE Systems und Leonardo. MBDA arbeitet mit den Streitkräften von mehr als 90 Ländern zusammen und unterhält zudem eine Tochtergesellschaft in den USA.
„Patriot“-Verteidigungssysteme werden einen wichtigen Teil der militärischen Hilfe für die Ukraine bilden. Die Besonderheit dieser Systeme liegt in ihrer Wirksamkeit gegen große Ziele in der Luftverteidigung; sie können Ziele wie Flugzeuge, Drohnen, Raketen und Marschflugkörper bekämpfen. Ukrainischen Militärquellen zufolge können diese Systeme auch russische Hyperschallraketen neutralisieren.
Nachrichtenquelle: Reyhan Küçük
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