Palästina-Botschaft prägt erstes Halbfinale des Eurovision Song Contest
Beim Eurovision Song Contest, der aufgrund der Teilnahme Israels seit langem in der Kritik steht, gab es während des ersten Halbfinales eine deutliche Botschaft aus dem Publikum. Einige Teilnehmer in der Halle drückten mit palästinensischen Flaggen ihre Unterstützung für die Menschen in Gaza aus.
Das erste Halbfinale des 69. Eurovision Song Contest fand in der Schweizer Stadt Basel statt.
Einige Zuschauer, die den Wettbewerb vor Ort verfolgten, machten mit dem Zeigen palästinensischer Flaggen auf die Situation in Gaza aufmerksam.
Während Israel aufgrund seiner seit Oktober 2023 andauernden heftigen Militäroperationen in Gaza international in der Kritik steht, ist auch seine Präsenz beim Eurovision Song Contest zu einem großen Streitpunkt geworden. Während die Kritik vor dem großen Finale am 17. Mai zunimmt, war die palästinensische Flagge im ersten Halbfinale, in dem Israel nicht auftrat, häufig auf den Bildschirmen zu sehen.
Im ersten Halbfinale traten 15 Länder auf. Durch das Zuschauervoting schafften es Norwegen, Albanien, Schweden, Island, die Niederlande, Polen, San Marino, Estland, Portugal und die Ukraine ins Finale. Aserbaidschan, Slowenien, Belgien, Kroatien und die Republik Zypern schieden hingegen aus dem Wettbewerb aus.
HOHE SICHERHEITSVORKEHRUNGEN IN BASEL
In Basel, dem Gastgeberort des Eurovision Song Contest, wurde das Sicherheitsniveau auf die höchste Stufe angehoben. Ein umfassender Sicherheitsplan wurde implementiert, um möglichen Sicherheitsbedrohungen durch die Veranstaltung zu begegnen. Offiziellen Angaben zufolge werden während der gesamten Veranstaltung rund 1300 Polizeibeamte im Einsatz sein. Zudem wird die Schweizer Armee die Maßnahmen mit 40 Soldaten unterstützen.
Darüber hinaus wurde mitgeteilt, dass die Sicherheit auf internationaler Ebene koordiniert wird und auch französische sowie deutsche Sicherheitskräfte in bestimmten Bereichen eingesetzt werden.
ISRAELISCHE TEILNAHME SORGT FÜR GROSSE KONTROVERSEN
Yuval Raphael, der Israel beim Wettbewerb vertritt, wird mit seinem Beitrag „New Day Will Rise“ im zweiten Halbfinale am 15. Mai auftreten. Die Zulassung Israels zum Wettbewerb hat jedoch zu Kritik an der Europäischen Rundfunkunion (EBU) geführt. Dass die EBU, die Russland seit 2022 wegen des Ukraine-Krieges vom Wettbewerb ausgeschlossen hat, keinen ähnlichen Schritt gegenüber Israel unternimmt, führt zu Vorwürfen der „Heuchelei“ und „doppelter Standards“.
Basel ist während des Wettbewerbs Schauplatz von Anti-Israel-Protesten. Insbesondere pro-palästinensische Demonstranten fordern wiederholt den Ausschluss Israels vom Eurovision Song Contest.
SPANNUNGEN AM ERÖFFNUNGSTAG
Die Eröffnungszeremonie des Eurovision Song Contest fand am 11. Mai vor dem Basler Rathaus statt. Doch die Ereignisse bei dieser Zeremonie überschatteten die Musik. „Anti-Israel- und pro-palästinensische Demonstrationen prägten das Bild.“
Während der Zeremonie fuhren die Vertreter der 37 Länder mit historischen Straßenbahnen zum „Eurovision Village“. Vor dem Rathaus, wo sich Tausende Menschen versammelt hatten, fielen jedoch zahlreiche pro-palästinensische Aktivisten auf. „Demonstranten, die palästinensische Flaggen schwenkten und den Ausschluss Israels vom Wettbewerb forderten, skandierten anti-israelische und pro-palästinensische Parolen.“
Einer der Protestierenden stellte sich vor die Straßenbahn, in der sich die israelische Delegation befand, und führte eine Sitzblockade mit einer palästinensischen Flagge durch, womit er die Aufmerksamkeit auf sich zog.
Nachrichtenquelle: AA
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