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Präsidentschaftskandidat in Rumänien festgenommen: 'Sie versuchen, die Wahl zu stehlen'

Der rechtsextreme rumänische Politiker Călin Georgescu wurde wegen Vorwürfen der Förderung von Antisemitismus und der Verbreitung von Hassrede vernommen. Die Staatsanwaltschaft führte Razzien bei 47 Personen und Organisationen durch, die mit Georgescu in Verbindung stehen. Georgescu, der bei den Wahlen im Mai erneut kandidieren will, wies alle Anschuldigungen zurück und warf den Behörden ein Verhalten vor, das an die kommunistische Vergangenheit erinnere.

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Präsidentschaftskandidat in Rumänien festgenommen: 'Sie versuchen, die Wahl zu stehlen'

12punto AUSLANDSREDAKTION

Die im Dezember abgehaltenen Wahlen in Rumänien wurden aufgrund einer 'verdächtigen' russischen Einflussnahme für ungültig erklärt. Die rumänische Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit den im vergangenen Jahr annullierten Präsidentschaftswahlen ein Ermittlungsverfahren gegen den rechtsextremen Politiker Călin Georgescu eingeleitet. Ihm werden unter anderem die Förderung von Antisemitismus, die Verbreitung von Hassrede sowie Handlungen gegen die verfassungsmäßige Ordnung vorgeworfen.

Wie Reuters berichtet, hatte sich Georgescu gegen die NATO und die Unterstützung der Ukraine durch den Westen ausgesprochen. Moskau wies die Vorwürfe einer Einmischung in die Wahlen zurück. Die ermittelnden Staatsanwälte gaben bekannt, dass gegen Georgescu wegen Betrugs bei der Wahlkampffinanzierung, der Gründung einer antisemitischen Organisation sowie der Unterstützung von Kriegsverbrechern und faschistischen Gruppierungen ermittelt werde.

Nach einer stundenlangen Vernehmung am Mittwoch wurde ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen Georgescu eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass bei 47 Personen und Organisationen, die mit Georgescu in Verbindung stehen, Razzien durchgeführt wurden. Dabei wurden große Mengen an Waffen und verstecktem Bargeld sichergestellt.

Nach den Wahlen in Rumänien forderte die Regierung die Annullierung der Ergebnisse mit der Begründung, Russland habe interveniert

VORWÜRFE ZURÜCKGEWIESEN

Georgescu wies alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück und warf den Behörden vor, Verhaltensweisen an den Tag zu legen, die an die kommunistische Vergangenheit erinnerten. Der Oppositionspolitiker kündigte an, seine Kandidatur für die Wiederholung der Präsidentschaftswahl im Mai einreichen zu wollen.

In einer Stellungnahme zu den Ermittlungen auf seinem Facebook-Account erklärte Georgescu:

'Das kommunistisch-bolschewistische System setzt seinen abscheulichen Missbrauch fort. Sie versuchen, Beweise zu fabrizieren, um den Diebstahl der Wahl zu legitimieren, und unternehmen alle Anstrengungen, um eine erneute Kandidatur meinerseits zu verhindern.'

Etwa 100 Anhänger von Georgescu versammelten sich vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Bukarest und protestierten mit Rufen nach 'nationaler Einheit'. Bei dem Protest, an dem auch ultranationalistische Abgeordnete teilnahmen, jubelten die Anhänger, als Georgescu das Gebäude verließ.

Georgescu unterliegt nun für 60 Tage einer richterlichen Aufsicht und muss sich in regelmäßigen Abständen bei der Polizei melden.

REAKTIONEN AUS DEN USA AUF DIE FESTNAHME

Die Trump-Administration kritisierte Rumänien für die Festnahme des oppositionellen Kandidaten. Der US-Vizepräsident JD Vance erklärte, die Festnahme bedeute, dass 'Rumänien die amerikanischen Werte nicht teilt'.

Elon Musk reagierte ebenfalls auf die Festnahme von Georgescu und schrieb auf der Social-Media-Plattform X:

'Sie haben die Person festgenommen, die bei der rumänischen Präsidentschaftswahl die meisten Stimmen erhalten hat. Das ist schrecklich.'

Georgescu hatte die faschistischen Führer Rumäniens aus den 1930er Jahren als Patrioten und Märtyrer gepriesen. Er äußerte Bewunderung sowohl für Trump als auch für den russischen Präsidenten Wladimir Putin und führt weiterhin die Umfragen unter den Wählern an. Ob er jedoch bei den Wahlen im Mai kandidieren darf, bleibt vorerst unklar.


Nachrichtenquelle: 12punto

Călin Georgescu Rumänien