Reaktionen auf Polizeigewalt in Frankreich halten an: Proteste flammten auf
Im Département Manche in Frankreich kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen, nachdem ein 19-Jähriger bei einem Fluchtversuch vor der Polizei erschossen wurde.
Im französischen Département Manche haben sich die Spannungen verschärft, nachdem ein 19-Jähriger bei einem Fluchtversuch vor der Polizei erschossen wurde.
Berichten der nationalen Presse zufolge versammelte sich in Cherbourg-en-Cotentin im Département Manche im Norden des Landes eine Gruppe, um gegen Polizeigewalt zu protestieren.
Die etwa 80-köpfige Gruppe, die sich vor der Anhörung des Polizisten zusammenfand, der den jungen Mann namens "Sulivan" in dessen Wohnviertel erschossen hatte, setzte Dutzende Fahrzeuge in Brand und schlug Fensterscheiben von Geschäften ein.
Bei den gewaltsamen Ausschreitungen wurden drei Sicherheitskräfte verletzt.
Hunderte Feuerwehrleute und Polizisten wurden in die Region entsandt, um die Vorfälle in dem Viertel unter Kontrolle zu bringen.
Die Demonstranten forderten die Untersuchungshaft für den Polizisten, der sich wegen des Vorwurfs des "vorsätzlichen Tötungsdelikts" an Sulivan vor Gericht verantworten muss.
WAS WAR GESCHEHEN?
In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni hatte die Polizei in Cherbourg-en-Cotentin im Département Manche einen Fahrer, der die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten hatte, zum Anhalten aufgefordert.
Da der Fahrer der Aufforderung nicht nachkam, kam es zu einer Verfolgungsjagd, bei der der 19-jährige Sulivan aus dem Fahrzeug, in dem sich drei Personen befanden, ausstieg und bei einem Fluchtversuch von der Polizei erschossen wurde.
Am 14. März hatte ein Motorradfahrer in Aubervilliers im Pariser Vorort Seine-Saint-Denis die Anhalteaufforderung der Polizei ignoriert; während der Verfolgung kollidierte das Motorrad mit einem Einsatzfahrzeug.
Der Tod des 18-jährigen Motorradfahrers an der Unfallstelle hatte in der Hauptstadt zu Protesten geführt.
Darüber hinaus hatte die französische Polizei am 27. Juni 2023 in Nanterre das Feuer auf ein Fahrzeug mit drei Insassen eröffnet und den 17-jährigen Fahrer Nael M. getötet.
Naels Tod löste landesweite Proteste aus, bei denen Menschen, die gegen Polizeigewalt demonstrierten, in verschiedenen Städten auf die Straße gingen und mit der Polizei zusammenstießen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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