Regierung kappt Internet: Todesopfer bei Erdbebenkatastrophe in Myanmar übersteigen 1600
Während die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben der Stärke 7,7 in Myanmar auf über 1.600 gestiegen ist, mobilisiert sich die internationale Gemeinschaft für Hilfsmaßnahmen. Die Militärregierung hat den Ausnahmezustand verhängt, und Kommunikationsunterbrechungen erschweren die Rettungsarbeiten.
Das schwere Erdbeben in Myanmar hat das Land tief erschüttert. Das Beben der Stärke 7,7 ereignete sich in einer Tiefe von 10 Kilometern mit dem Epizentrum bei Mandalay.
Nach dem Hauptbeben wurden mehr als zwanzig Nachbeben registriert, darunter Erschütterungen der Stärke 6,4. Jüngsten Daten zufolge ist die Zahl der Todesopfer auf 1.644 gestiegen, 3.408 Menschen wurden verletzt und 139 werden vermisst. Die Militärregierung hat den Ausnahmezustand ausgerufen und zu Blutspenden aufgerufen.

INTERNATIONALE HILFSBEMÜHUNGEN
Nach dem Erdbeben haben sich die weltweiten Hilfsbemühungen beschleunigt. US-Präsident Donald Trump kündigte an, Myanmar zu unterstützen. Auch die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, und der indische Premierminister Narendra Modi übermittelten Unterstützungsbotschaften. Die Vereinten Nationen sagten 5 Millionen Dollar, die Europäische Union 2,5 Millionen Euro und Südkorea 2 Millionen Dollar an Hilfsgeldern zu.

China entsandte Soforthilfe in Höhe von 14 Millionen Dollar, während Russland zwei Flugzeuge mit Gesundheits- und Rettungsteams schickte. Aufgrund von Internetbeschränkungen und Medienzensur ist der Zugang zu Informationen jedoch erschwert. Während Starlink Vorbereitungen für die Unterstützung der Internetinfrastruktur trifft, berichteten lokale Medien, dass einige Widerstandsgruppen dieses System nutzen, um die staatlichen Beschränkungen zu umgehen.
DIE LAGE IN THAILAND
Das Erdbeben war auch in Thailand zu spüren; in der Hauptstadt Bangkok werden nach dem Einsturz eines Gebäudes 78 Menschen vermisst, mindestens 10 Personen kamen ums Leben. Am Samstagmorgen wurden die U-Bahn und das Stadtbahnsystem in Bangkok wieder in Betrieb genommen und der Flugverkehr aufgenommen, doch es kam weiterhin zu Störungen. Die größten Zerstörungen ereigneten sich durch den Einsturz eines 33-stöckigen Gebäudes; unter den Verschütteten befinden sich zahlreiche Bauarbeiter.
Die Situation in Myanmar ist komplexer. In dem Land, das seit dem Putsch 2021 mit einem Bürgerkrieg kämpft, hat das Erdbeben die ohnehin unter Druck stehenden Institutionen weiter belastet. Nach Angaben der UN sind im Land 3,5 Millionen Menschen vertrieben, und die Hilfsaktivitäten sind stark eingeschränkt. Federica Franco, die Myanmar-Direktorin von Ärzte ohne Grenzen, erklärte, dass es aufgrund der Kommunikationsunterbrechungen nahezu unmöglich sei, Hilfe zu leisten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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