Russlands Reaktion auf Frankreichs Pläne für „Atom-Bomber“
Der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko äußerte sich zu Frankreichs Plan, strategische Bomber mit Nuklearkapazität in anderen europäischen Ländern zu stationieren: „Natürlich wird unsere Armee gezwungen sein, dies bei der Aktualisierung der Liste der vorrangigen Ziele für den Fall eines möglichen großen Konflikts zu berücksichtigen.“
Aus Russland kam eine bemerkenswerte Stellungnahme zu den Plänen Frankreichs, strategische Bomber mit Nuklearkapazität in europäischen Ländern zu stationieren.
Der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko unterstrich gegenüber Pressevertretern die Besorgnis der Moskauer Regierung über die geplante Stationierung dieser Bomber in anderen europäischen Ländern außerhalb Frankreichs.
Gruschko bezeichnete die Situation als „unkontrollierte Aufstockung des nuklearen Potenzials der NATO“ und erklärte: „Natürlich wird unsere Armee gezwungen sein, dies bei der Aktualisierung der Liste der vorrangigen Ziele für den Fall eines möglichen großen Konflikts zu berücksichtigen. Letztendlich werden diesen Ländern, entgegen den Erklärungen Frankreichs zur Stärkung der Verteidigung seiner Verbündeten, keinerlei Garantien geboten. Die Sicherheit dieser Länder wird dadurch faktisch geschwächt.“
Gruschko äußerte sich auch zum „New START“-Abkommen zur Reduzierung strategischer Offensivwaffen zwischen den USA und Russland, dessen Laufzeit im vergangenen Februar auslief. Der stellvertretende Minister betonte, dass jeder zukünftige Dialog über Nuklearwaffen die kombinierten Kapazitäten der NATO und der USA, einschließlich der Arsenale Frankreichs und Großbritanniens, berücksichtigen müsse.
Frankreichs nukleare Ziele
Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte im März Pläne zur Erweiterung des französischen Nukleararsenals und zur Stärkung der Abschreckung angekündigt. In diesem Zusammenhang erklärte der französische Staatschef, dass Kampfflugzeuge mit Nuklearkapazität vorübergehend auf dem Territorium verschiedener europäischer Partner stationiert werden könnten.
Macron merkte an, dass die Regierung in Paris in diesem Rahmen Gespräche mit Großbritannien, Deutschland, Polen, den Niederlanden, Belgien, Griechenland, Schweden und Dänemark führe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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