Schifffahrtsgesellschaft setzt Fahrten im Roten Meer aus
Die französische Reederei CMA CGM hat angekündigt, aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage alle Fahrten im Roten Meer auszusetzen.
In einer schriftlichen Erklärung von CMA CGM wurde mitgeteilt, dass das Unternehmen in den letzten Tagen Maßnahmen ergriffen habe, um die Sicherheit seiner Schiffe in der Nähe des Roten Meeres zu gewährleisten.
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass sich die Lage in der Region weiter verschlechtere und die Sicherheitsbedenken zunähmen.
Den Besatzungen aller Frachtschiffe des Unternehmens, die sich in der Region befinden und das Rote Meer durchqueren müssen, sei befohlen worden, "in sichere Gewässer auszuweichen", hieß es in der Erklärung. Zudem sei die Anweisung erteilt worden, die Fahrten sofort und bis auf Weiteres einzustellen, sobald die betreffenden Schiffe sichere Gewässer erreicht hätten.
In der Erklärung wurde betont, dass das Unternehmen alle notwendigen Maßnahmen ergreife, um die seinen Kunden angebotenen Transportdienstleistungen aufrechtzuerhalten.
Das Unternehmen gab die Entscheidung, die Schifffahrt im Roten Meer einzustellen, bekannt, nachdem die Huthi-Rebellen im Jemen im Roten Meer Schiffe mit Israel-Bezug ins Visier genommen hatten.
ISRAELISCHE SCHIFFE WERDEN ZIEL VON ANGRIFFEN
Der Anführer der Huthi-Rebellen im Jemen, Abdul-Malik al-Huthi, hatte in einer Fernsehansprache am 14. November damit gedroht, dass sie israelische Schiffe im Roten Meer angreifen könnten.
Der militärische Sprecher der Huthi, Yahya Saree, kündigte am 19. November in einer schriftlichen Erklärung auf der Social-Media-Plattform X an, dass sie als Reaktion auf die Angriffe Israels auf den blockierten Gazastreifen jedes Schiff unter israelischer Flagge angreifen würden.
Anschließend verübten die Huthi Drohnen- und Raketenangriffe auf zwei israelische Schiffe namens "Unity Explorer" und "Number Nine" in der Meerenge Bab al-Mandab.
Die israelische Reederei ZIM teilte am 29. November mit, dass ihre Schiffe den Suezkanal in Ägypten nicht mehr nutzen würden, wobei die Sicherheitslage im Arabischen Meer und im Roten Meer als Grund angeführt wurde.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) gab am 4. Dezember auf der Social-Media-Plattform X bekannt, dass in internationalen Gewässern im südlichen Roten Meer vier Angriffe auf drei Handelsschiffe verübt wurden.
In der Erklärung hieß es, dass der Zerstörer "USS Carney" der US-Marine im südlichen Roten Meer auf den Notruf der Handelsschiffe reagiert habe und dabei drei Drohnen abgeschossen habe, die sich dem Zerstörer während der Hilfeleistung näherten.
CENTCOM gab in seiner Erklärung zudem bekannt, dass die Huthi versucht hätten, einen unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Öltanker namens "Ardmore Encounter" im südlichen Roten Meer zu entführen.
Nachrichtenquelle: AA
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