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In Gaza gibt es schließlich keinen Treibstoff mehr, nicht einmal für grundlegende Dienste

Philippe Lazzarini, Generalkommissar des UN-Hilfswerks für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), erklärte, dass die Lage im Norden des Gazastreifens aufgrund der Unmöglichkeit, Hilfe dorthin zu senden, äußerst schwierig sei, und sagte: „Es ist kein Treibstoff mehr für die meisten städtischen Dienste übrig.“

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In Gaza gibt es schließlich keinen Treibstoff mehr, nicht einmal für grundlegende Dienste

Lazzarini bewertete die Lage im Norden des Gazastreifens in Genf.

Lazzarini wies darauf hin, dass aktuelle Daten darauf hindeuten, dass 250.000 bis 300.000 Menschen im Norden des Gazastreifens leben. Er teilte mit, dass das UNRWA in der Region nicht mehr präsent sei und zuletzt vor der Belagerung einen Konvoi zum Al-Shifa-Krankenhaus geschickt habe.

Lazzarini betonte, dass der humanitäre Korridor, den Tausende Palästinenser zur Flucht aus dem Norden nutzten, in den letzten Tagen nur noch „in eine Richtung“ funktioniere und es „keinerlei Möglichkeit“ gebe, Hilfsgüter in den Norden zu bringen.

Lazzarini berichtete, dass sie bei funktionierenden Kommunikationsleitungen telefonisch Kontakt zu den Menschen in der Region aufnehmen könnten, und sagte: „Wir fordern die Bereitstellung von Hilfe von Rafah bis zur Stadt Beit Hanun, überall dort, wo sich Menschen aufhalten. Derzeit ist es sehr schwierig, humanitäre Hilfe vom Süden in den Norden zu transportieren.“

ES WERDEN 120.000 LITER TREIBSTOFF BENÖTIGT

Lazzarini erinnerte daran, dass Israel am 15. November „einmalig“ die Einfuhr von 23.000 Litern Treibstoff genehmigt habe, die ausschließlich für die Verteilung der über den Grenzübergang Rafah ankommenden Hilfsgüter verwendet werden sollten. Er wies darauf hin, dass der tägliche Treibstoffbedarf in der Region bei 120.000 Litern liege und der genehmigte Treibstoff daher unzureichend sei.

Lazzarini sagte: „Der (am 15. November) bereitgestellte Treibstoff war technisch gesehen für zwei Tage gedacht. Das entspricht nur 10 Prozent des täglichen Bedarfs.“

Lazzarini wies darauf hin, dass der Treibstoffmangel in der Region mit der Zeit zu Katastrophen führen werde, und erklärte, dass sie jedes Mal betont hätten, dass Treibstoff für das UNRWA unerlässlich sei, um Wasser und Lebensmittel zu liefern, Krankenhausgeneratoren zu betreiben und die Funktionsfähigkeit der UNRWA-Zentren aufrechtzuerhalten, in denen sich mehr als 800.000 Palästinenser aufhalten.

Nach Angaben des UNRWA sind bei den israelischen Angriffen auf Gaza 103 UNRWA-Mitarbeiter ums Leben gekommen, und 64 UNRWA-Einrichtungen, von denen sich 70 Prozent in den zentralen und südlichen Gebieten des Gazastreifens befinden, wurden beschädigt.



Nachrichtenquelle: AA

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