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Sowjetische Raumsonde Kosmos-482 in den Indischen Ozean gestürzt

Die russische Föderale Weltraumorganisation (ROSCOSMOS) gab bekannt, dass die sowjetische Raumsonde Kosmos-482, die 1972 zur Erforschung der Venus gestartet wurde und seit langem funktionsunfähig war, in die Erdatmosphäre eingetreten und in den Indischen Ozean gestürzt ist.

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Sowjetische Raumsonde Kosmos-482 in den Indischen Ozean gestürzt

Die 1972 von der Sowjetunion gestartete Raumsonde Kosmos-482 hat ihre 50-jährige Reise im Orbit beendet. Die russische Föderale Weltraumorganisation (ROSCOSMOS) teilte mit, dass die zur Erforschung der Venus gestartete und seit langem funktionsunfähige Raumsonde Kosmos-482 heute um 09.24 Uhr Ortszeit in die dichten Schichten der Atmosphäre eingetreten ist und etwa 560 km westlich der Andamanen sowie westlich der indonesischen Hauptstadt Jakarta in den Indischen Ozean gestürzt ist.

ROSCOSMOS erklärte, dass der Wiedereintritt der Raumsonde vom automatischen Warnsystem Russlands, das für gefährliche Situationen im erdnahen Weltraum eingerichtet wurde, genau überwacht wurde.

KONNTE ZIEL WEGEN EINER STÖRUNG NICHT ERREICHEN

Kosmos-482 wurde 1972 von der Sowjetunion gestartet, um die Venus zu erforschen. Aufgrund einer Störung im Oberstufensystem konnte die Sonde ihr Ziel jedoch nicht erreichen und verblieb in einer hochelliptischen Umlaufbahn um die Erde. In den letzten 50 Jahren näherte sich die Raumsonde auf einer absinkenden Umlaufbahn der Erde.

RUSSISCHER FORSCHER HATTE ES AM 20. APRIL ANGEKÜNDIGT

Nathan Eismont, leitender Forscher am Institut für Weltraumforschung der Russischen Akademie der Wissenschaften, hatte am 20. April erklärt, dass Kosmos-482 in die Erdatmosphäre eintreten und fast vollständig verglühen werde.

'UNSICHERHEIT'-ERKLÄRUNG DER NASA

Die amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) hatte zuvor gewarnt: "Obwohl der potenzielle Wiedereintrittskurs von Kosmos-482 größtenteils über dem Pazifik, dem Atlantik und dem Indischen Ozean liegt, könnte sie auch über Teilen von Nord- und Südamerika, Europa, Asien oder Australien wieder eintreten. Bis zum Wiedereintritt wird die Unsicherheit sehr groß sein."



Nachrichtenquelle: 12punto

NASA Ozean Pazifik Roskosmos Russische Föderale Weltraumorganisation