Spanien sucht Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für eine baldige Anerkennung Palästinas
Die spanische Regierung hat ihre Bemühungen intensiviert, die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zu gewinnen, um den Staat Palästina so bald wie möglich anzuerkennen – ein Schritt, den sie im Rahmen der Zweistaatenlösung als den einzigen Weg zur Lösung des Nahostkonflikts betrachtet.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hat eine zweitägige offizielle Reise nach Polen, Norwegen und Irland angetreten, mit dem Ziel, die Anerkennung des Staates Palästina gemeinsam mit anderen Ländern der Europäischen Union (EU) voranzutreiben.
Sanchez reiste heute nach Warschau, um über den neuen strategischen Plan der EU zu sprechen, und traf dort mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk und dem EU-Ratspräsidenten Charles Michel zusammen.
Quellen aus dem spanischen Regierungssitz teilten mit, dass Sanchez morgen auch in Norwegen und Irland Gespräche führen werde, um Unterstützung für den Prozess der Anerkennung Palästinas zu suchen.
"ZEIGT, DASS WIR NICHT LÄNGER WARTEN KÖNNEN"
Unterdessen erklärte der spanische Außenminister Jose Manuel Albares in einem Interview mit dem spanischen Radiosender Onda Cero: "Wir arbeiten daran, den besten Zeitpunkt zu finden, um gemeinsam mit anderen europäischen Ländern den Staat Palästina anzuerkennen. Die Schwere der Lage in Palästina zeigt, dass wir nicht länger warten können, um den Staat Palästina anzuerkennen."
Albares betonte, dass man sowohl im Ministerrat als auch in Gesprächen mit europäischen Partnern versuche, über den Zeitpunkt der Anerkennung des Staates Palästina zu entscheiden, und fügte hinzu: "Wir sind uns einig, dass dies kurzfristig geschehen muss."
Albares merkte an, dass Spanien nicht darauf angewiesen sei, auf eine gemeinsame Entscheidung der EU zu warten, um den Staat Palästina anzuerkennen, da es dies als "souveräner Staat" tun könne. Er sagte: "Was im Gazastreifen geschieht, ist keine Frage der Ideologie, sondern eine Frage der Menschlichkeit. Wir sprechen von 2,2 Millionen Menschen, die sich in einer humanitären, kritischen und katastrophalen Lage befinden."
Ministerpräsident Sanchez hatte diese Woche in einer Rede vor dem Parlament erklärt: "Spanien ist bereit, den Staat Palästina anzuerkennen."
Die spanische Regierung, die eine intensive Diplomatie betreibt, um eine internationale Friedenskonferenz auf der Grundlage der Zweistaatenlösung für den Nahostkonflikt zu organisieren, verspricht, den Staat Palästina noch vor dem Sommer anzuerkennen.
Nachrichtenquelle: AA
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