Ukraine verbietet Telegram auf offiziellen Geräten
Die Ukraine hat die Nutzung der Messaging-Plattform Telegram auf offiziellen Geräten von Regierungsmitarbeitern, Militärpersonal und Beschäftigten im Verteidigungssektor untersagt. Der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat erklärte, diese Maßnahme diene dazu, die Cyberbedrohungen durch Russland zu minimieren.
Die Ukraine hat die Nutzung der Telegram-Messaging-Plattform auf offiziellen Geräten für Regierungsmitarbeiter, Militärpersonal sowie Beschäftigte in kritischen Infrastrukturen untersagt. Diese Entscheidung wurde getroffen, um die Sicherheitsrisiken zu verringern, die durch die von Russland im Jahr 2022 begonnene umfassende Invasion entstanden sind.
In einer Erklärung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine (RNBO) wurde darauf hingewiesen, dass Telegram häufig für Cyberangriffe, Phishing und die Verbreitung von Schadsoftware genutzt werde. Der Rat betonte zudem, dass die Plattform das Potenzial habe, den Standort der Nutzer zu ermitteln.
Die Entscheidung wurde bei einem Treffen getroffen, an dem hochrangige Beamte für Informationssicherheit, Militärvertreter und Abgeordnete teilnahmen. Der Chef des Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, legte nach eigenen Angaben glaubwürdige Beweise dafür vor, dass der russische Geheimdienst Zugriff auf persönliche Nachrichten und gelöschte Verläufe von Telegram-Nutzern habe. Budanow betonte: "Dies ist keine Frage der Meinungsfreiheit, sondern eine Frage der nationalen Sicherheit."
Telegram erklärte in einer Stellungnahme zu dem Verbot: "Unsere Anwendung hat keinem Land, einschließlich Russland, Messaging-Daten zur Verfügung gestellt. Gelöschte Nachrichten werden technisch unwiederbringlich für immer gelöscht." Das Unternehmen argumentierte, dass die meisten geleakten Nachrichten auf kompromittierte Geräte zurückzuführen seien.
Dieses Verbot wird als Teil der Bemühungen der Ukraine gewertet, ihre Cybersicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Experten weisen darauf hin, dass das Verbot von Telegram nicht nur lokal, sondern auch international zu Diskussionen führen könnte. Diese Entwicklung rückt das Spannungsfeld zwischen Meinungsfreiheit und Sicherheit erneut in den Fokus.
Nachrichtenquelle: 12punto
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