Bedingte Unterstützung für die Ukraine durch den ungarischen Ministerpräsidenten Orbán
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte, dass er die Entscheidung der Europäischen Union (EU) zur Verlängerung der Sanktionen gegen Russland nicht unterstützen werde, falls die Lieferungen von russischem Gas nach Europa nicht wieder aufgenommen würden. Er sagte: „Wenn die Ukrainer Hilfe wollen, sollen sie den Gasweg wieder öffnen.“
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán äußerte sich gegenüber dem staatlichen Radiosender Radio Kossuth zu den russischen Gaslieferungen. Orbán erklärte, dass man die Entscheidung zur Verlängerung der Sanktionen gegen Russland nicht unterstützen werde, sollte die Lieferung von russischem Gas nach Europa nicht wieder aufgenommen werden.
„Es ist inakzeptabel, dass wir die wirtschaftlichen Folgen der Sanktionen tragen müssen, um der Ukraine zu helfen“, sagte Orbán und wies darauf hin, dass Kiew die Lieferungen von russischem Gas nach Europa gestoppt habe, was zu einem Anstieg der Gaspreise in der EU geführt habe.
„UNGARN HAT SCHADEN ERLITTEN“
Orbán merkte an, dass Ungarn aufgrund der gegen Russland verhängten Sanktionen in den letzten drei Jahren einen Schaden von 19 Milliarden Euro erlitten habe, und forderte die Regierung in Kiew auf, die russischen Gaslieferungen wieder aufzunehmen und Garantien dafür zu geben, dass die Gasversorgung nicht behindert werde. Ministerpräsident Orbán sagte: „Wenn die Ukrainer Hilfe wollen, sollen sie den Gasweg wieder öffnen.“
REAKTION AUF ORBÁN
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte in einer Stellungnahme über seinen Social-Media-Account: „Wenn Viktor Orbán in diesem entscheidenden Moment des Krieges die europäischen Sanktionen blockiert, wird in diesem großen Spiel um die Zukunft und Sicherheit Europas absolut deutlich, dass er nicht in unserem Team, sondern in dem von Putin spielt.“
ABSTIMMUNG AM 31. JANUAR
Die EU-Länder werden am Freitag, dem 31. Januar, über die Verlängerung der Sanktionen gegen Russland beraten. Die Sanktionsentscheidung muss von allen 27 Mitgliedstaaten einstimmig getroffen werden.
GASLIEFERUNGEN WAREN GESTOPPT
Die Ukraine hatte das Abkommen über die Lieferung von russischem Gas nach Europa, das am 1. Januar 2025 auslief, unter Berufung auf ihre nationale Sicherheit nicht verlängert und die Gaslieferungen nach Europa eingestellt.
Nachrichtenquelle: İHA
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