Ursache für den Abhörskandal deutscher Offiziere geklärt
Pistorius traf sich im Rahmen einer Reihe von Besuchen in der schwedischen Hauptstadt Stockholm mit dem schwedischen Verteidigungsminister Pål Jonson im Schloss Karlberg. Nach dem Treffen hielten die beiden Minister eine Pressekonferenz ab. Der deutsche Verteidigungsminister Pistorius erläuterte während des Treffens die Ursache für den Abhörskandal deutscher Offiziere.
Pistorius bewertete die Veröffentlichung der Audioaufnahme eines Gesprächs zwischen Offizieren der deutschen Luftwaffe über die Unterstützung für die Ukraine in Russland wie folgt: "Es war ein offenes Telefongespräch, und ein an der Konferenz teilnehmender General beging einen Fehler, indem er sich unvorsichtig über ein lokales Internetnetzwerk einwählte, was den Russen den illegalen Zugriff ermöglichte. Es gibt jedoch keine Schwachstelle in unserem Sicherheitssystem."
Pistorius betonte, dass der Westen weiterhin für die Ukraine kämpfen müsse, und kommentierte: "(Der russische Präsident) Putin hat Angst vor unserer Lebensweise, deshalb greift er sie an, sobald er die Gelegenheit dazu findet. Der Westen muss seine Unterstützung für die Ukraine fortsetzen, und wir werden weiterhin Unterstützung leisten."
"ZUSAMMENARBEIT WURDE VERTIEFT"
Der schwedische Verteidigungsminister Pål Jonson wies auf das neue Abkommen zur bilateralen militärischen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Schweden hin und sagte: "Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern wurde in verschiedenen Bereichen, einschließlich Technologie, Ausbildung und militärischen Übungen, vertieft."
Jonson erinnerte daran, dass der ungarische Präsident Tamas Sulyok heute den NATO-Beitritt Schwedens ratifiziert habe, und merkte an, dass diese Entscheidung Schweden sicherer und die NATO stärker machen werde.
DER ABHÖRVORGANG
Die Chefredakteurin von Russia Today (RT), Margarita Simonyan, hatte die 30-minütige Audioaufnahme deutscher Offiziere veröffentlicht.
In der Audioaufnahme diskutierten hochrangige Angehörige der deutschen Luftwaffe darüber, wie Taurus-Marschflugkörper im Falle einer politischen Entscheidung geliefert werden könnten und ob diese von der Ukraine ohne nachrichtendienstliche und technische Unterstützung durch Deutschland eingesetzt werden könnten.
Die Aufnahme enthielt auch eine Diskussion darüber, ob Taurus-Marschflugkörper technisch in der Lage wären, die Krim-Brücke zu zerstören, die Russland auf der illegal annektierten Halbinsel Krim errichtet hat.
Nachrichtenquelle: AA
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