US-Sondergesandter Barrack traf sich in Bagdad mit Premierministerkandidat al-Maliki
Der US-Botschafter in Ankara und Sondergesandte für Syrien, Tom Barrack, ist in der irakischen Hauptstadt Bagdad mit dem ehemaligen irakischen Premierminister Nuri Kamil al-Maliki zusammengetroffen, der für das Amt des Regierungschefs nominiert wurde.
Der US-Botschafter in Ankara und Sondergesandte für Syrien, Tom Barrack, hat dem Irak einen offiziellen Besuch abgestattet. Im Rahmen seiner Kontakte in der Hauptstadt Bagdad traf sich Barrack mit dem ehemaligen irakischen Premierminister Nuri Kamil al-Maliki, der vom Koordinierungsrahmen für das Amt des Regierungschefs nominiert wurde – eine Personalie, die auf scharfe Kritik von US-Präsident Donald Trump stieß und zu Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und dem Irak geführt hatte. In einer Erklärung des Pressebüros von al-Maliki wurde mitgeteilt, dass bei dem Treffen die aktuelle politische Lage im Irak, der Prozess zur Bildung einer neuen Regierung sowie die nationalen Verpflichtungen des Landes umfassend erörtert wurden. Der Erklärung zufolge betonte al-Maliki, dass die Achtung der Souveränität des Irak die Grundvoraussetzung für jede Form der regionalen und internationalen Zusammenarbeit sei.
Der US-Gesandte Barrack erklärte seinerseits, dass der Irak eine Schlüsselrolle bei der Lösung der Krisen in der Region spiele. Barrack betonte, dass man den Irak weiterhin bei der Entschärfung regionaler Konflikte, der Stärkung von Dialogkanälen und im Kampf gegen den Terrorismus unterstützen werde.
Zum Abschluss des Treffens wurde berichtet, dass sich die Parteien darauf verständigt hätten, die Kommunikation und Koordination angesichts der schnellen Veränderungen in der Region aufrechtzuerhalten.
Trumps Kritik an al-Malikis Kandidatur
US-Präsident Donald Trump hatte sich scharf gegen die Kandidatur von al-Maliki ausgesprochen und gewarnt, dass diese den Irak in "Chaos und Armut stürzen" werde. Trotz dieser Warnung aus Washington hatte der ehemalige Premierminister deutlich erklärt, dass er nicht von seiner Kandidatur zurücktreten werde, da dies sein Recht auf Souveränität sei. Zudem unterstrich al-Maliki Anfang des Monats in einem Fernsehinterview, dass er nur auf Wunsch der Mehrheit des Koordinierungsrahmens, der ihn nominiert hatte, von der Kandidatur absehen würde, und betonte, dass er nicht auf äußeren Druck hin handeln werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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