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USA legen Veto gegen Entwurf für 'sofortigen Waffenstillstand in Gaza' ein

Die USA haben im UN-Sicherheitsrat erneut einen Resolutionsentwurf blockiert, der einen sofortigen humanitären Waffenstillstand in Gaza forderte.

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USA legen Veto gegen Entwurf für 'sofortigen Waffenstillstand in Gaza' ein

Im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wurde ein von Algerien eingebrachter Resolutionsentwurf zur Abstimmung gestellt, der einen sofortigen Waffenstillstand in Gaza forderte, jegliche Angriffe auf Zivilisten verurteilte und sich gegen eine gewaltsame Vertreibung aussprach.

Während Großbritannien sich bei dem vom 15 Mitglieder umfassenden UN-Sicherheitsrat zur Abstimmung gebrachten Entwurf der Stimme enthielt, stimmten 13 Länder mit „Ja“, während die USA ihr Veto einlegten.

Die ständige Vertreterin der USA bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield, erinnerte in ihrer Erklärung vor der Abstimmung daran, dass die USA Verhandlungen mit Israel, der Hamas, Ägypten und Katar über die Freilassung der Geiseln führten, und sagte, dass bei einer Einigung in diesem Bereich auch eine sechswöchige Kampfpause eingelegt werde.

Greenfield betonte, dass Diplomatie Zeit brauche und die Realitäten vor Ort nicht ignoriert werden dürften, und erklärte, dass der Resolutionsentwurf Algeriens die laufenden Verhandlungen negativ beeinflussen würde.

Greenfield teilte mit, dass die USA einen neuen Resolutionsentwurf vorgelegt hätten und sagte: „Lassen Sie uns zur richtigen Zeit und auf die richtige Weise handeln.“

„JEDER PALÄSTINENSER IST ZIEL VON TOD UND VÖLKERMORD“

Der ständige Vertreter Algeriens bei der UNO, Amar Bendjama, erklärte vor der Abstimmung: „Sich gegen den Resolutionsentwurf zu stellen, bedeutet, die brutale Gewalt und die kollektive Bestrafung zu unterstützen, der das palästinensische Volk ausgesetzt ist.“

Bendjama wies darauf hin, dass jeder Palästinenser das Ziel von „Tod und Völkermord“ sei, und stellte die Frage: „Wie viele unschuldige Leben müssen noch geopfert werden, bevor der Rat einen Waffenstillstand fordert?“

Der ständige Vertreter Russlands bei der UNO, Wassili Nebensja, erinnerte daran, dass sein Land bereits am 16. Oktober 2023 einen Waffenstillstand gefordert habe, dieser jedoch nicht akzeptiert worden sei, und sagte: „Die Kosten der Untätigkeit belaufen sich auf mehr als 28.000 Todesopfer. Die kollektive Verantwortung hierfür liegt bei den westlichen Ländern im UN-Sicherheitsrat.“

DER RESOLUTIONSENTWURF ALGERIENS

In dem von Algerien vorgelegten Resolutionsentwurf wurde ein sofortiger humanitärer Waffenstillstand in Gaza gefordert.

Der Entwurf, in dem jegliche Angriffe auf Zivilisten verurteilt wurden, sprach sich gleichzeitig gegen die gewaltsame Vertreibung des palästinensischen Volkes aus.

Während in dem Resolutionsentwurf alle Parteien dazu aufgerufen wurden, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten, wurde zudem ein ungehinderter Zugang für humanitäre Hilfe in alle Gebiete Gazas gefordert.

In dem Entwurf, der die Freilassung aller Geiseln forderte, wurde auch auf die vorläufigen Maßnahmen Bezug genommen, die der Internationale Gerichtshof am 26. Januar gegen Israel erlassen hatte.

NEUE ENTWURFSINITIATIVE DER USA

In dem den USA vorliegenden Entwurf, der der Nachrichtenagentur Anadolu (AA) vorliegt, wird davor gewarnt, dass „eine Bodenoffensive auf Rafah unter den gegenwärtigen Bedingungen den Zivilisten großen Schaden zufügen und zu ihrer Vertreibung führen würde“.

In dem Resolutionsentwurf, der vor sehr ernsten regionalen und sicherheitspolitischen Problemen warnt, heißt es: „Unter den gegenwärtigen Bedingungen sollte diese Offensive nicht stattfinden.“

Im Entwurf der USA wird erstmals der Begriff „Waffenstillstand“ verwendet, mit der Botschaft: „Wir unterstützen einen vorübergehenden Waffenstillstand, der so bald wie möglich umgesetzt werden kann, sobald alle Geiseln in Gaza freigelassen werden.“

USA HABEN BEREITS FRÜHER WAFFENSTILLSTANDSFORDERUNGEN VETOTIERT

Die USA hatten zuvor bereits am 16., 18. und 25. Oktober 2023 sowie am 8. Dezember 2023 Resolutionsentwürfe zu Gaza im UN-Sicherheitsrat mit einem Veto blockiert.

Die USA gehörten auch zu den 10 Ländern, die am 13. Dezember 2023 in der UN-Generalversammlung mit „Nein“ gegen einen Resolutionsentwurf stimmten, der einen sofortigen humanitären Waffenstillstand in Gaza forderte und dem 153 Länder mit „Ja“ zustimmten.


Nachrichtenquelle: AA

USA Waffenstillstand Vereinte Nationen Palästina Israel Veto