Auf Santorin: Inselbewohner und Touristen beginnen mit der Flucht – Erdrutsche in der Region
Auf Santorin wurden in den letzten drei Tagen mehr als 200 Erdbeben registriert, die Bewohner verlassen die Insel. Während der griechische Ministerpräsident Mitsotakis die Bevölkerung zur Ruhe aufrief, warnten die griechischen Behörden ihre Bürger vor dem Risiko von Erdbeben oder Vulkanausbrüchen.
Auf der griechischen Touristeninsel Santorin und den umliegenden Kykladen wurden seit Samstag mehr als 400 Erdbeben verzeichnet. Nach den Erschütterungen kam es auf der Insel zu Erdrutschen, woraufhin die Bewohner aus Sicherheitsgründen begannen, die Insel zu verlassen.
Obwohl die Behörden erklärten, dass die Erdbeben nicht mit vulkanischer Aktivität in Verbindung stünden, verbrachten viele Menschen aus Angst vor einem schweren Beben die Nacht im Freien. Während es am Hafen von Santorin und an den Terminals zu einem hohen Andrang kam, reisten einige Bewohner ab, um in die Hauptstadt Athen zu gelangen.
Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis erklärte während eines Gipfeltreffens in Belgien: 'Wir durchlaufen einen intensiven Prozess. Es ist wichtig, dass die Bevölkerung ruhig bleibt.'
Professor Manolis Skordilis von der Aristoteles-Universität Thessaloniki äußerte sich gegenüber dem staatlichen Fernsehen wie folgt:
'Eine 20 Kilometer lange Verwerfungslinie ist aktiv geworden. Diese Verwerfung hatte 1956 ein Erdbeben der Stärke 7,3 verursacht.'
Das griechische Ministerium für Klimakrise und Katastrophenschutz hat aufgrund der Erdrutschgefahr den Zugang zu den Häfen Ammoudi, Armeni und dem Alten Hafen von Fira auf Santorin untersagt. Zudem wurde der Unterricht an den Schulen in der Region bis Freitag ausgesetzt.
Das Komitee für die Bewertung seismischer Risiken wird in Kürze eine Sitzung abhalten, um die Lage zu beurteilen. Diese seismische Aktivität auf Santorin und den umliegenden Inseln hat bei der Bevölkerung und den Behörden für Besorgnis gesorgt.
Nachrichtenquelle : İHA
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