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Volkswagen schließt drei Werke auf einmal!

Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen beabsichtigt Berichten zufolge, mindestens drei seiner Werke in Deutschland zu schließen und umfassende Entlassungen vorzunehmen.

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Volkswagen schließt drei Werke auf einmal!

Daniela Cavallo, Vorsitzende des Volkswagen-Gesamtbetriebsrats, erklärte bei einer Informationsveranstaltung für die Belegschaft am Stammsitz des deutschen Herstellers in Wolfsburg: „Der Vorstand will mindestens drei Volkswagen-Werke in Deutschland schließen.“

Cavallo wies darauf hin, dass auch die anderen Standorte von Volkswagen im Land verkleinert werden sollen, und teilte mit, dass der Vorstand des Unternehmens Entlassungen plane.

Cavallo sagte: „Der Vorstand plant zudem, alle verbleibenden Werke in diesem Land zu verkleinern. Konkret bedeutet das: weniger Produkte, weniger Mengen, weniger Schichten und ganze Montagelinien, die wegfallen. Das ist absolut ernst gemeint. Das ist kein Säbelrasseln in der Tarifrunde, das betrifft alle VW-Standorte in Deutschland. Keiner ist sicher.“

Cavallo betonte, dass die Bundesregierung dringend einen Masterplan für die deutsche Industrie erstellen müsse, um den industriellen Niedergang zu stoppen.

Cavallo machte keine Angaben dazu, welche Werke in Deutschland von den Schließungen betroffen wären oder wie viele der rund 300.000 Beschäftigten des Volkswagen-Konzerns in Deutschland entlassen werden könnten.

Die Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo betonte ihren Widerstand gegen die Pläne des VW-Vorstands und sagte: „Ich kann alle Vorstandsmitglieder und jeden an der Spitze des Unternehmens nur warnen: Legt euch nicht mit uns, der VW-Belegschaft, an.“

ERSTMALIGE SCHLIESSUNG VON WERKEN IN DEUTSCHLAND

Anfang September 2024 hatte Volkswagen im Rahmen von Spar- und Kostensenkungsmaßnahmen angekündigt, erstmals in seiner Geschichte Werke in Deutschland zu schließen und eine 30 Jahre alte Beschäftigungssicherung fünf Jahre früher zu beenden. Als Grund nannte das Unternehmen, dass hohe Energie- und Arbeitskosten in Europa die Wettbewerbsfähigkeit schwächen und die Verkaufszahlen rückläufig seien.

Nachdem Volkswagen 2020 auf eine Fabrikinvestition in der Türkei verzichtet hatte, löste die Ankündigung, im Rahmen von Spar- und Kostensenkungsmaßnahmen erstmals in der Unternehmensgeschichte Werksschließungen in Deutschland in Betracht zu ziehen und eine 30-jährige Beschäftigungssicherungsvereinbarung vorzeitig zu beenden, ein „Erdbeben“ in der deutschen Automobilbranche aus.

Volkswagen verhandelte seit Wochen mit den Gewerkschaften über Pläne zur Umstrukturierung und Kostensenkung.

Deutsche Gewerkschaftsführer hatten Volkswagen zuvor mit Streiks gedroht und davor gewarnt, durch Entlassungen einen „historischen Fehler“ zu begehen. Die Volkswagen Group beschäftigt weltweit rund 650.000 Menschen in 114 Produktionsstätten, davon in 17 europäischen Ländern sowie in 10 Ländern in Amerika, Asien und Afrika.

DAS UNTERNEHMEN BESCHÄFTIGT IN DEUTSCHLAND 300.000 MENSCHEN

Die Volkswagen Group plante, die Personalkosten bis 2026 um ein Fünftel zu senken, als Teil von Spar- und Kostensenkungsmaßnahmen in Höhe von 10 Milliarden Euro. Unterdessen sehen sich deutsche Automobilhersteller mit inflationärem Druck, hohen Energiekosten, schwachem Wirtschaftswachstum in Europa, dem Aufstieg des Rechtsextremismus sowie der Konkurrenz durch chinesische Automobilhersteller und Tesla konfrontiert.

Die deutschen Automobilhersteller, die jährlich Waren im Wert von rund 280 Milliarden Euro exportieren, stehen angesichts der schwachen Nachfrage aus China und Europa unter erheblichem Druck, ihre Kosten zu senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu wahren.

Der Übergang zu Elektrofahrzeugen bleibt für die deutsche Automobilindustrie aufgrund verschiedener Regulierungen im Land und auf Ebene der Europäischen Union (EU) sowie der Rohstoffbeschaffung eine Herausforderung. Während der Sektor massiv in Batterietechnologie investiert, kämpft er gleichzeitig mit steigenden Kosten.

 



Nachrichtenquelle: 12punto

Volkswagen Deutschland Fabrik