Vorwürfe gegen US-Verteidigungsminister Hegseth: Nutzung unsicherer Internetverbindung
Es wird behauptet, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth eine unsichere Internetverbindung in seinem Büro installieren ließ, um die Messaging-App Signal nutzen zu können.
Zwei mit der Internetverbindung in Hegseths Büro vertraute Beamte äußerten sich gegenüber der Associated Press (AP) unter der Bedingung der Anonymität.
Die Beamten behaupteten, dass Hegseth anfangs in seinem Büro den Dienst in einem Bereich nutzte, in dem er sich mit dem drahtlosen Internet des Pentagons verbinden konnte, später jedoch die Einrichtung eines eigenen Internetanschlusses für seinen Computer forderte.
Die Beamten erklärten, dass diese Internetverbindung die Sicherheitsfilter und Protokolle des US-Verteidigungsministeriums (Pentagon) „umging“, und behaupteten, Hegseth habe sich mit diesem unsicheren Netzwerk verbunden, um Signal zu nutzen.
Andererseits merkten Beamte, die mit der Sicherheit des militärischen Internetnetzwerks der USA vertraut sind, an, dass das betreffende Netzwerk nicht als IP-Adresse des Pentagons erschien und der Nutzer „maskiert“ war.
Die Beamten wiesen zudem darauf hin, dass das Internetnetzwerk anfällig für „Hacking“-Angriffe und Überwachung sein könnte.
JOURNALIST IN GRUPPE ZU KRIEGSPLÄNEN HINZUGEFÜGT
Jeffrey Goldberg, Redakteur des Magazins The Atlantic, war in eine Messaging-Gruppe aufgenommen worden, in der über Kriegspläne im Jemen diskutiert wurde.
In einem Artikel mit dem Titel „Die (US-Präsident Donald) Trump-Administration hat mir versehentlich Kriegspläne per Nachricht geschickt“ erklärte Goldberg, dass er zunächst einer Signal-Gruppe mit nationalen Sicherheitsbeamten hinzugefügt wurde und Hegseth später in einer Nachricht an die Gruppe Details zu den geplanten Angriffen auf den Jemen teilte.
Hegseth hingegen verteidigte sich mit der Behauptung, Goldberg habe keinerlei Kriegs- oder Angriffspläne gesehen, und kritisierte die Medien dafür, Falschmeldungen zu verbreiten.
Der amtierende Generalinspekteur des Pentagons, Steven Stebbins, hatte eine Untersuchung zu den Vorwürfen eingeleitet, wonach Minister Hegseth sensible militärische Informationen über Angriffe auf die Huthi im Jemen über die Messaging-App Signal geteilt habe.
Die New York Times berichtete am 20. April, dass Hegseth Details zur Jemen-Operation auch in einer anderen Signal-Gruppe geteilt habe, der seine Ehefrau Jennifer Hegseth, sein im Pentagon tätiger Bruder Phil Hegseth und sein Anwalt Tim Parlatore angehörten.
Die Washington Post behauptete wiederum, dass Hegseth Signal auf seinem Desktop-Computer im Pentagon-Büro sowie auf seinem persönlichen Mobiltelefon installiert habe.
Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte hingegen, sein Büro könne bestätigen, dass Hegseth „Signal niemals auf einem Regierungscomputer genutzt hat“.
Nachrichtenquelle: AA
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