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Werden palästinafreundliche Studenten aus den USA ausgewiesen? Das Projekt der 'patriotischen Universitäten'

Mit einem am Dienstag unterzeichneten Dekret hat Trump den Weg für die Abschiebung ausländischer Studenten geebnet, die Palästina unterstützen. Die Entscheidung stieß bei Demokraten und Aktivisten in den USA auf heftige Kritik.

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Werden palästinafreundliche Studenten aus den USA ausgewiesen? Das Projekt der 'patriotischen Universitäten'

Menschenrechtsaktivisten in den USA erklärten, dass das am Montag unterzeichnete Dekret dazu genutzt werden könnte, 'rechtmäßig in den USA lebende palästinafreundliche internationale Studenten unter Druck zu setzen'. Das Dekret ebnet den Weg für 'nachrichtendienstliche Aktivitäten' gegen ausländische Studenten.

Aktivisten in den USA sind alarmiert über ein Dekret, das von Präsident Donald Trump unterzeichnet wurde und von dem sie behaupten, es bereite den Boden für ein neues Einreiseverbot, das Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit ins Visier nimmt.

Gegenüber Al Jazeera erklärte Deepa Alagesan, Anwältin beim International Refugee Assistance Project (IRAP), die neue Regelung sei 'größer und schlimmer' als das 'fremdenfeindliche' Einreiseverbot, das Trump während seiner ersten Amtszeit gegen mehrere Länder mit muslimischer Mehrheit verhängt hatte.

Alagesan hielt in ihrer Erklärung fest:

'Das Schlimmste an (dem Dekret) ist derzeit, dass es nicht nur Menschen, die in die USA kommen wollen, die Einreise verbietet, sondern auch den Boden dafür bereitet, Menschen aus den USA auszuweisen.'

Studenten an US-Universitäten, die gegen den Völkermord in Palästina protestierten, hatten einige Campusgelände besetzt

NACHRICHTENDIENSTLICHE ÜBERWACHUNG VON AUSLÄNDERN

Das neue Dekret weist die US-Behörden an, eine Liste von Ländern zu erstellen, 'deren Staatsbürger über unzureichende Überprüfungs- und Screening-Informationen verfügen, die eine teilweise oder vollständige Aussetzung der Aufnahme in die USA rechtfertigen würden'.

Das Dekret soll die Anzahl der Menschen aus diesen Ländern, die in die USA einreisen, bestimmen und 'relevante' Informationen über deren 'Handlungen und Aktivitäten' sammeln.

Das Weiße Haus ordnete zudem an, dass 'sofortige Schritte' zur Abschiebung von Ausländern eingeleitet werden sollen, 'sobald Informationen vorliegen, die einen Ausschluss oder eine Abschiebung rechtfertigen'.

Einige Akademiker und Doktoranden an US-Universitäten organisierten ebenfalls Solidaritätskundgebungen für Palästina

BEMÜHUNGEN ZUR ABSCHIEBUNG AKTIVISTISCHER STUDENTEN

Nach Beginn des Völkermords in Gaza wurden an US-Universitäten Solidaritätskundgebungen abgehalten. Israel-Unterstützer, insbesondere Republikaner, bezeichneten die protestierenden Studenten als Bedrohung für die Sicherheit auf dem Campus und forderten Biden zum Handeln gegen die Aktivisten auf.

Das Dekret weist die US-Behörden an, 'Empfehlungen' auszusprechen, um US-Bürger vor Ausländern zu 'schützen', die 'durch sektiererische Gewalt die Kultur, auf der die konstitutionelle Republik basiert, zu stürzen oder zu verändern predigen oder ausländischen Terroristen Hilfe, 'Fürsprache' oder Unterstützung leisten'.

Unterdessen behauptete Globe Eye News auf X, dass 'eine in den USA tätige jüdische Gruppe' der Trump-Regierung eine Liste mit 'Hamas-freundlichen' ausländischen Studenten zur Abschiebung übergeben habe.

In dem Bericht von Globe Eye News wurde weder genannt, um welche jüdische Gruppe es sich handelt, noch wurde eine Quelle für die Nachricht angegeben.

VERGLEICH VON AKTIVISTEN MIT 'AL-QAIDA-MILIZEN'

Sowohl Trump als auch Außenminister Marco Rubio hatten zuvor die Abschiebung internationaler Studenten gefordert, die Palästina unterstützen. Rubio sandte im Oktober 2023 einen Brief an die Biden-Regierung, in dem er die Abschiebung internationaler Studenten forderte, die an Protesten für Palästina teilgenommen hatten.

In dem Brief wurden Parallelen zwischen den protestierenden Studenten und den Attentätern vom 11. September gezogen und auf die 'Lehren aus dem 11. September 2001, dem Tag, an dem die Terroristen, von denen viele in den Vereinigten Staaten studierten, den tödlichsten Angriff auf amerikanischem Boden verübten', verwiesen.

Rubio wandte sich mit folgenden Worten an Biden:

'Leider erlebt unser Land zweiundzwanzig Jahre später offene Demonstrationen, bei denen terrorfreundliche Menschen auf die Straße gehen und die brutalen Angriffe der Hamas auf den Staat Israel gutheißen.'

Rubios Behauptungen enthielten erhebliche Verzerrungen. Diejenigen, die den Anschlag vom 11. September verübten, waren keine Studenten, die in den USA studierten. Das gesamte Team wurde einige Jahre bis einige Monate vor dem Anschlag von Al-Qaida in die USA geschickt, einige erhielten eine spezielle Pilotenausbildung. Dennoch studierte keiner der Angreifer an US-Universitäten.

Das Programm der Republikanischen Partei für das Jahr 2024 forderte die Abschiebung von 'Hamas-freundlichen Radikalen', um die Universitätsgelände wieder 'sicher und patriotisch' zu machen.

US-Außenminister Marco Rubio


Nachrichtenquelle: 12punto

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