Westafrikanische Staaten könnten gemeinsamen Reisepass einführen: Allianz der Sahel-Staaten kündigt Pläne an
Drei westafrikanische Länder haben Pläne zur Einführung eines gemeinsamen Reisepass-Systems bekannt gegeben.
Die Allianz der Sahel-Staaten (AES), bestehend aus den westafrikanischen Ländern Mali, Niger und Burkina Faso, hat angekündigt, ein gemeinsames Reisepass-System einzuführen, um die „Zusammenarbeit“ zwischen den Ländern zu stärken und die „Sicherheit zu gewährleisten“.
Der AES-Vorsitzende und Anführer der Übergangsregierung in Mali, Assimi Goita, erklärte anlässlich des ersten Jahrestages der Gründung der AES in einer Fernsehansprache, dass man ein gemeinsames „biometrisches Reisepass-System“ einführen werde, um die Mobilität zwischen den drei Ländern zu erleichtern.
Goita betonte, dass man wichtige Erfolge gegen Terrorgruppen in der Region erzielt habe und die AES offen für Gespräche mit regionalen sowie internationalen Partnern sei.
Goita sagte: „Die Zusammenarbeit zwischen den drei Ländern hat dazu beigetragen, Terrorgruppen erheblich zu schwächen und gleichzeitig die Sicherheit in der Region zu erhöhen.“
Assimi Goita kündigte zudem an, dass die AES einen gemeinsamen Fernsehsender gründen werde.
AUSTRITT AUS DER ECOWAS
Mali, Niger und Burkina Faso hatten im vergangenen Jahr beschlossen, aus der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS) auszutreten und die Allianz der Sahel-Staaten (AES) zu gründen.
Die drei Länder hielten am 6. Juli in Niamey, der Hauptstadt Nigers, ihren ersten Gipfel ab. Auf dem Gipfel wurde eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die die Gründung einer „Konföderation der Sahel-Staaten“ vorsieht, und der malische Präsident Assimi Goita wurde für ein Jahr zum turnusmäßigen Vorsitzenden der AES gewählt.
Nachrichtenquelle: AA
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