Zahl der Toten und Verletzten nach Anschlag im Iran steigt
Die Zahl der Toten und Verletzten nach dem Anschlag im Iran steigt weiter. Iranische Behörden haben den Vorfall als Terroranschlag eingestuft.
Während sich die Details des größten Angriffs in der 45-jährigen politischen Geschichte des Iran verdeutlichen, steigt die Zahl der Todesopfer.
Nach zwei aufeinanderfolgenden Bombenanschlägen während einer Gedenkfeier für den iranischen General Kassem Soleimani kamen offiziellen Quellen zufolge mindestens 103 Menschen ums Leben, etwa 211 Personen wurden verletzt.
Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, dass am Tatort Sprengstoff in zwei Rucksäcken gefunden wurde und die Bomben vermutlich ferngesteuert gezündet wurden.
Der Vorfall ging als der tödlichste Anschlag in der etwa 45-jährigen Geschichte der Islamischen Republik Iran in die Aufzeichnungen ein. Bisher hat sich niemand zu dem Angriff bekannt, der als der tödlichste Anschlag auf den Iran seit der Islamischen Revolution von 1979 gilt.
Der stellvertretende Gouverneur von Kerman, Rahman Calali, bezeichnete den Angriff als Terrorakt, legte jedoch keine konkreten Beweise vor.
Innenminister Ahmad Wahidi erklärte, dass die Polizei Maßnahmen ergriffen habe, um die Täter zu fassen. Die iranische Regierung hat einen offiziellen Trauertag im ganzen Land ausgerufen.
Der russische Präsident Wladimir Putin sprach der iranischen Führung sein Beileid aus und verurteilte den Terrorismus. Putin verurteilte den Angriff und erklärte, die Tötung unschuldiger Menschen bei einem Friedhofsbesuch sei schockierend und grausam.
General Soleimani war Kommandeur der Al-Quds-Brigaden und verantwortlich für die iranische Militärstrategie in der Region. Er wurde 2020 bei einem Drohnenangriff der USA im Irak getötet. Soleimani wird von treuen Anhängern des iranischen Regimes als Märtyrer verehrt. Diese Angriffe geben Anlass zur Sorge hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die geopolitische Lage und das Sicherheitsumfeld in der Region.
Nachrichtenquelle: Reyhan Küçük
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