Einkommensungleichheit in der Türkei verschärft sich: Die Reichen werden reicher, die Armen ärmer
Eine von The Economist veröffentlichte Analyse zeigt, dass die Einkommensungleichheit in der Türkei stetig zunimmt. Während der Luxuskonsum auf der einen Seite steigt, schwindet auf der anderen Seite die Kaufkraft der Gering- und Mittelverdiener aufgrund der Inflation.
The Economist hat in einer aktuellen Analyse zur Einkommensungleichheit in der Türkei die wirtschaftliche Lage des Landes und deren gesellschaftliche Auswirkungen beleuchtet. In der Analyse wird darauf hingewiesen, dass der Luxuskonsum in der Türkei seinen Höhepunkt erreicht hat, während gleichzeitig die negativen Auswirkungen der Inflation auf die Unter- und Mittelschicht hervorgehoben werden.
Im Global Wealth Report der Schweizer Bank UBS wurde bekannt gegeben, dass die Türkei zwischen 2022 und 2023 ihr Pro-Kopf-Vermögen um etwa 158 Prozent gesteigert hat und damit weltweit das Land mit dem stärksten Zuwachs war. In der neuesten Ausgabe von The Economist wird jedoch darauf hingewiesen, dass dieser Vermögenszuwachs größtenteils den oberen Einkommensgruppen zugutekam, während die Gering- und Mittelverdiener mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben.
EXPLOSION DES LUXUSKONSUMS
In dem Artikel mit dem Titel "In der Türkei werden die Reichen reicher, die Armen ärmer" wird der Anstieg des Luxuskonsums anhand von Beispielen wie der hohen Betriebsamkeit in Einkaufszentren wie dem İstinye Park sowie den überfüllten Michelin-Sterne-Restaurants und Yachthäfen erläutert.
Es wird betont, dass die Zahl der Ultrareichen in der Türkei zwischen 2022 und 2023 um 10 Prozent gestiegen ist, was die Einkommensungleichheit weiter verschärft habe.
KAUFKRAFT SCHWINDET
Während einerseits der Luxuskonsum boomt, wird andererseits darauf hingewiesen, dass die Inflation die Kaufkraft der Unter- und Mittelschicht rapide erodiert. Der Wertverlust der Lira gegenüber dem Dollar um 19 Prozent hat dazu geführt, dass die Immobilienpreise auf Dollarbasis schnell gestiegen sind.
Insbesondere die gestiegenen Ausgaben in beliebten Regionen wie Istanbul und Bodrum haben das Wachstum des Vermögensverwaltungssektors beschleunigt, der die „neuen Superreichen“ der Türkei bedient. Es wird erwartet, dass das Volumen der türkischen Vermögenswerte in diesem Sektor bis Jahresende 123 Milliarden Dollar erreichen wird.

Nachrichtenquelle: 12punto
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