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Erweiterte Arbeitslosigkeit in der Türkei auf über 11 Millionen gestiegen: Frauenarbeitslosigkeit besorgniserregend

Der neueste Bericht des DİSK-AR weist auf die tiefgreifenden Probleme im Bereich Arbeitslosigkeit und Beschäftigung in der Türkei hin. Insbesondere die frappierenden Daten zur Frauenarbeitslosigkeit verdeutlichen erneut die unhaltbare Lage auf dem Arbeitsmarkt.

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Erweiterte Arbeitslosigkeit in der Türkei auf über 11 Millionen gestiegen: Frauenarbeitslosigkeit besorgniserregend

Das Forschungszentrum der Konföderation Revolutionärer Arbeitergewerkschaften der Türkei (DİSK-AR) hat im Januar 2026 seinen aktuellen Bericht veröffentlicht, der auf den Daten des Türkischen Statistikinstituts (TÜİK) vom Dezember 2025 basiert.

Der Bericht zeigt auf, dass sich die Arbeitslosigkeit im Land weit über die offiziellen Zahlen hinaus zu einer grundlegenden und strukturellen Krise entwickelt hat.

Die Differenz zwischen der vom TÜİK mit 7,7 Prozent angegebenen eng definierten Arbeitslosenquote und der vom DİSK-AR berechneten erweiterten Arbeitslosenquote von 28,6 Prozent erreichte ein Niveau von 20,9 Prozentpunkten.

Trotz des Rückgangs der eng definierten Arbeitslosenquote wurde festgestellt, dass der Anstieg der erweiterten Arbeitslosigkeit rapide anhält. Während die Zahl der Erwerbslosen in der erweiterten Definition im Dezember 2023 bei 9,6 Millionen lag, wurde sie im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 mit 11 Millionen 593 Tausend registriert. In den letzten zwei Jahren kamen somit 1,9 Millionen Menschen zu den Arbeitslosen hinzu.

Die Frauenarbeitslosigkeit sticht im Bericht als eines der wichtigsten unterstrichenen Probleme hervor.

Die erweiterte Arbeitslosenquote bei Frauen stieg auf 38,3 Prozent. Während dieser Wert bei Männern mit 22,8 Prozent gemessen wurde, erreichte die Differenz zwischen der Arbeitslosigkeit von Frauen und Männern 15,5 Prozentpunkte. Im Bericht wurde angegeben, dass die Zahl der erwerbslosen Frauen in der erweiterten Definition 5 Millionen 664 Tausend erreicht hat.

Auch die Zahl derjenigen, deren Arbeitszeit unzureichend ist und die trotz des Wunsches nach mehr Arbeit keine Gelegenheit dazu finden, ist gestiegen. Die Zahl derjenigen, die weniger als 40 Stunden pro Woche arbeiten und Vollzeit arbeiten möchten, stieg im letzten Jahr um 156 Tausend Personen auf 3,7 Millionen. Darüber hinaus wurde das potenzielle Erwerbspersonenpotenzial, also Menschen, die arbeiten möchten, aber keine Arbeit finden, auf 5,2 Millionen Personen berechnet.

Der Zugang zu sozialer Sicherung bleibt weiterhin ein ernstes Problem. Von den 2 Millionen 736 Tausend Personen, die das TÜİK als eng definierte Arbeitslose ausweist, konnten nur 513 Tausend Arbeitslosengeld beziehen. Somit erhielt etwa 81,2 Prozent der offiziellen Arbeitslosen, also 2,2 Millionen Menschen, keinerlei Unterstützung vom Staat.

Zusammenfassend zeigt der Bericht, dass die Probleme der Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung in der Türkei weit davon entfernt sind, nachhaltig zu sein, und dass insbesondere Frauen sowie Arbeitslose ohne sozialen Schutz unter weitaus schwierigeren Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Die veröffentlichten Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Beschäftigungspolitik in Zukunft erneut zur Debatte stehen wird.


Nachrichtenquelle: 12punto

DİSK DİSK-AR Arbeitslosigkeit