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Europas Erdgasspeicher füllen sich nicht: Krisenwarnung vor dem Winter

Gazprom-Chef Alexei Miller weist darauf hin, dass Europa seine unterirdischen Erdgasspeicher vor Wintereinbruch nicht auf das gewünschte Niveau füllen könne, und warnt vor ernsthaften Problemen bei der Energieversorgung bei aufkommender Kälte.

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Europas Erdgasspeicher füllen sich nicht: Krisenwarnung vor dem Winter

Der Chef des russischen Energieriesen Gazprom, Alexei Miller, erklärte, dass Europa Schwierigkeiten haben werde, seine Gasspeicherziele zu erreichen. In einer schriftlichen Stellungnahme wies Miller darauf hin, dass einige Länder noch weit von einer Auslastung von 90 Prozent entfernt seien; dies bedeute ein Risiko für Energieengpässe auf dem gesamten Kontinent.

Miller betonte, dass die Füllstände der deutschen Erdgasspeicher bei 71,1 Prozent und die der Niederlande bei 64,8 Prozent lägen, und unterstrich, dass die Zeit knapp werde, um die angestrebten Niveaus zu erreichen. Miller hob hervor, dass in den baltischen Staaten ähnliche Probleme bestünden, und sagte, Europa sei sich der Ernsthaftigkeit dieser Lage nicht bewusst.

Miller wies darauf hin, dass das aktuelle Bild bei plötzlichen oder lang anhaltenden Kälteeinbrüchen zu Unterbrechungen der Gasversorgung führen könne. Er äußerte sich dazu wie folgt: „Wie bekannt ist, muss Europa in der Regel in der ersten Oktoberhälfte mit der Entnahme von Gas aus den Speichern beginnen. Es bleibt immer weniger Zeit, die Situation in irgendeiner Weise zu korrigieren.“

Aufgrund der Entwicklungen zwischen Russland und der Ukraine in den letzten Jahren sowie der von Europa verhängten Sanktionen hat Gazprom seinen früheren Marktanteil weitgehend verloren. Während das Unternehmen einst 40 Prozent des europäischen Gasmarktes hielt, zeigen aktuelle Daten, dass die Gasexporte nach Europa von 201,7 Milliarden Kubikmetern im Jahr 2021 auf etwa 15 Milliarden Kubikmeter im Jahr 2024 gesunken sind. Europäische Länder, die die Gaslücke schließen wollen, sahen sich gezwungen, sich an LNG-Lieferanten (Flüssigerdgas) wie die USA, Norwegen und Katar zu wenden.

Experten warnen, dass bei Nichterreichen der Speicherziele mit einem Anstieg der Energiekosten und Störungen in der Industrieproduktion zu rechnen sei.


Nachrichtenquelle: 12punto

Europa Gazprom Erdgas