Fatih Karahan gibt Inflationsziel für das Jahresende bekannt
Der Präsident der Zentralbank, Fatih Karahan, gab bekannt, dass das Ziel darin bestehe, die Inflation bis Ende 2025 auf 21 Prozent zu senken.
Der Präsident der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB), Fatih Karahan, traf sich in Eskişehir mit Vertretern der Geschäftswelt und zivilgesellschaftlicher Organisationen.
In einer Präsentation mit dem Titel 'Geldpolitik und makroökonomischer Ausblick' erläuterte Karahan die wirtschaftlichen Ziele.
ZIEL BEI DER INFLATION: 21 PROZENT
Karahan erklärte, dass die entschlossene Haltung in der Geldpolitik zur Stabilisierung der Binnennachfrage, zu einem realen Wertzuwachs der türkischen Lira und zu einer Verbesserung der Inflationserwartungen beitrage. Diese Schritte unterstützten den Abwärtstrend der monatlichen Inflation, betonte Karahan und unterstrich das Ziel, die Inflation bis zum Jahresende auf 21 Prozent zu senken. Zudem teilte er mit, dass dank der ergriffenen Maßnahmen die Risikoprämie gesunken sei, was eine jährliche Zinslast-Ersparnis von 7 Milliarden Dollar ermögliche.
DESINFLATIONSPROZESS UND GELD POLITIK
Karahan, der erklärte, dass der Desinflationsprozess ab Juni 2024 begonnen habe, sagte: "Die straffe Geldpolitik wird fortgesetzt, bis ein dauerhafter Rückgang der monatlichen Inflation erreicht ist und sich die Erwartungen dem Zielbereich annähern." Karahan fügte hinzu, dass der Leitzins auf einem Niveau festgelegt werde, das mit den Desinflationszielen vereinbar sei, und erklärte, dass der Ausschuss seine Entscheidungen mit einem vorsichtigen und inflationsorientierten Ansatz treffen werde.
DIE BEDEUTUNG DER PREISSTABILITÄT
Karahan wies darauf hin, dass Preisstabilität die Grundlage für nachhaltiges Wachstum, Kaufkraft und gesellschaftlichen Wohlstand sei, und betonte, dass die enge Zusammenarbeit mit dem Realsektor die Entscheidungsprozesse unterstütze. Karahan äußerte, dass das Feedback der Unternehmen die öffentliche Politik maßgeblich beeinflusse.
VERBESSERUNG BEI LEISTUNGSBILANZDEFIZIT UND RESERVEN
Karahan gab bekannt, dass die Reserven seit Mai 2023 um 115 Milliarden Dollar gestiegen seien und das Verhältnis des Leistungsbilanzdefizits zum BIP von 5 Prozent auf 0,7 Prozent gesunken sei. Zudem erklärte Karahan, dass es kein Ziel für das Wechselkursniveau gebe: "Während das Devisenangebot steigt, sinkt die Nachfrage; dies deutet auf eine starke Nachfrage nach der türkischen Lira hin", sagte er.
EXPORTE STEIGEN, IMPORTE SINKEN
Karahan erklärte, dass die Exporte der Türkei um 7,7 Milliarden Dollar gestiegen seien, während die Importe um 32 Milliarden Dollar zurückgegangen seien. Er wies darauf hin, dass die Türkei trotz der schwachen Importleistung Europas ihren Marktanteil habe ausbauen können.
INDUSTRIEPRODUKTION UND UNTERSTÜTZUNG FÜR KMU
Karahan betonte, dass die Industrieproduktion seit 2022 einen stabilen Verlauf zeige und die Unterstützung für den Realsektor fortgesetzt werde. Er fügte hinzu, dass die Rediskontkredite, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), auf einen breiten Kreis ausgeweitet worden seien.
Nachrichtenquelle: 12punto
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