Warnung von Fitch Ratings zur Weltwirtschaft: Dekarbonisierung der Weltwirtschaft schreitet nur sehr langsam voran
Laut einer Analyse von Fitch Ratings reicht das Tempo der Verringerung der CO2-Emissionen im Verhältnis zum weltweiten BIP nicht aus, um das Netto-Null-Ziel zu erreichen. Während die Emissionen in den Industrieländern sinken, wurden in den Schwellenländern bisher keine Fortschritte erzielt.
Der Analyse von Fitch Ratings mit dem Titel "Wirtschaftsindikator: Das Tempo der Dekarbonisierung des weltweiten BIP ist immer noch zu langsam" zufolge konnte bei der Kohlenstoffintensität der Schwellenländer keine Verringerung erzielt werden, während der Anteil dieser Länder am weltweiten Energieverbrauch gestiegen ist.
Das globale Wirtschaftswachstum lag 2023 bei 2,9 Prozent, während der Anstieg der CO2-Emissionen auf 1,8 Prozent berechnet wurde. Das Verhältnis der Emissionen zum globalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank nur um 1 Prozent; dieser Wert entspricht dem durchschnittlichen Rückgang der letzten 25 Jahre. Um jedoch bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, müsste der Rückgang des Verhältnisses der Emissionen zum globalen BIP jährlich 8 Prozent betragen.
Während die Emissionen der Industrieländer im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent zurückgingen, wuchsen ihre Volkswirtschaften um 1,8 Prozent. Die Emissionen der Industrieländer sanken auf den niedrigsten Stand seit 1970. Ein Großteil dieser Verbesserung ist auf die Energieeffizienz zurückzuführen, während auch die Kohlenstoffintensität des Energieverbrauchs stetig abnahm.
Bei der Dekarbonisierung der Schwellenländer konnten jedoch keine Fortschritte erzielt werden. Die Volkswirtschaften und die CO2-Emissionen dieser Länder stiegen gleichermaßen um 4,7 Prozent, was die schlechteste Performance der letzten 10 Jahre darstellt. Der Anteil dieser Länder am globalen Energieverbrauch stieg 2023 auf 64 Prozent.
Einer der Gründe für die schwache Performance der Schwellenländer ist, dass insbesondere in den Ländern außerhalb Chinas nicht ausreichend in Projekte für saubere Energie investiert wird. Der Großteil des jüngsten Wachstums bei den globalen Investitionen in saubere Energie entfiel auf die Industrieländer und China.
Nachrichtenquelle: 12punto
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