Fitch: „Regulierungen und hohe Zinsen haben die Performance türkischer Banken geschwächt“
Die internationale Ratingagentur Fitch Ratings hat ihren vierteljährlichen Bericht zur Lage in der Türkei veröffentlicht. Darin heißt es: „Regulierungen und hohe Zinssätze haben die Performance türkischer Banken geschwächt.“
Die durch die hohe Inflation in der Türkei verursachte Wirtschaftskrise wird auf den Weltmärkten mit Sorge beobachtet. Das mangelnde Vertrauen ausländischer Investoren in die türkische Wirtschaft führt zu einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes.
Die internationale Ratingagentur Fitch Ratings hat nun eine Bewertung der Kreditwürdigkeit der Türkei vorgenommen.
In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass Regulierungen, hohe Zinssätze und eine straffe Geldpolitik die Margen (die zur Absicherung gegen Verlustrisiken zurückgestellten Anteile) türkischer Banken im zweiten Quartal 2024 unter Druck gesetzt haben.
Im Bericht wird festgehalten, dass sich die „Performance trotz verbesserter Rahmenbedingungen im operativen Umfeld abgeschwächt hat“.
Fitch, das 13 Banken beobachtet, führte weiter aus:
„Das Verhältnis von Betriebsergebnis zu durchschnittlichen risikogewichteten Aktiva der beobachteten Banken ist im zweiten Quartal 2024 auf 2,9 Prozent gesunken, was auf den Margendruck sowie auf inflationsbedingten Druck auf die Betriebskosten, schwache Geschäftsvolumina und hohe Zinssätze zurückzuführen ist.
Während die Netto-Gebühren und Provisionen aufgrund geringerer Volumina langsamer wuchsen, haben Handelsverluste aus Swap-Kosten und rückläufige Kundengeschäfte einen hohen Anteil von 18 Prozent der Gesamteinnahmen der beobachteten Banken aufgezehrt.“
Fitch Ratings hatte die Kreditwürdigkeit der Türkei im März und September jeweils um eine Stufe angehoben.
Die Agentur hatte im vergangenen Monat erklärt, dass sie zum Jahresende einen Dollarkurs von 36 Lira erwarte und den Rentabilitätsausblick für türkische Banken für 2024 als schwach eingestuft.
Fitch, das am 8. März 2024 die Kreditwürdigkeit der Türkei von ‚B‘ auf ‚B+‘ anhob und den Ausblick von ‚stabil‘ auf ‚positiv‘ korrigierte, hatte am 7. September die Kreditwürdigkeit weiter auf ‚BB-‘ erhöht und den Ausblick wieder auf ‚stabil‘ zurückgesetzt.
Nachrichtenquelle: 12punto
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