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Forderung nach Verbot von „Çekili“-Gold im Großen Basar

Die Forderung des Verbandes der Goldraffinerien, die Verwendung von sogenanntem „Çekili“-Gold (gezogenes Gold) zu beenden, hat unter den Juwelieren im Großen Basar für Unruhe gesorgt. Die Juwelenkammer Istanbul teilte hingegen mit, dass es keine offizielle Regelung gebe, die ein solches Verbot vorsieht.

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Forderung nach Verbot von „Çekili“-Gold im Großen Basar

Nachdem „Çekili“-Gold im Handel auf dem Großen Basar häufig bevorzugt wurde, forderte der Verband der Goldraffinerien seine Mitglieder im vergangenen Monat in einem Schreiben dazu auf, diese Praxis einzustellen. Der Vorschlag löste unter den Juwelieren eine ernsthafte Debatte aus. Die Juwelenkammer Istanbul betonte in einer Stellungnahme, dass es keinerlei Einschränkungen oder rechtliche Hindernisse für „Çekili“-Gold gebe.

Im Großen Basar wird „Çekili“-Gold – auch bekannt als „gezogenes“ oder „geschnittenes“ Gold – aufgrund des fehlenden Arbeitsaufwands und der niedrigen Kosten intensiv für Forderungs- und Schuldengeschäfte genutzt. Der direkte Verkauf dieses Goldes an Endverbraucher ist nach geltender Praxis jedoch untersagt, während der Handel zwischen Unternehmen mit entsprechender Befugnis frei erfolgt.

In dem Aufruf des Verbandes wurde unterstrichen, dass Raffinerien ab dem 4. Mai 2026 die Produktion sowie den An- und Verkauf von „Çekili“-Gold einstellen sollten. In der Mitteilung hieß es, dass bereits im Umlauf befindliches „Çekili“-Gold mit bestimmten Dokumenten verwendet werden könne und diese Produkte nach entsprechenden Verfahren in den Raffinerien in Barrengold umgewandelt würden. Zudem wurde dazu aufgerufen, Personen und Institutionen zu melden, die den An- und Verkauf oder die Produktion von „Çekili“-Gold fortsetzen.

Die Unsicherheit in der Branche wurde durch eine Erklärung der Juwelenkammer Istanbul in den sozialen Medien noch deutlicher. Die Kammer betonte, dass kein offizieller Schritt in diese Richtung unternommen worden sei, und erklärte: „Ein Verbot des Austauschs von reinem ‚Çekili‘-Gold, das seit Jahrhunderten ein grundlegendes Element der Produktion ist, steht nicht zur Debatte.“

Die Juweliere reagieren ablehnend auf den Vorschlag. Viele Geschäftsleute argumentieren, dass eine Einschränkung des Handels mit „Çekili“-Gold, der auf eine langjährige Tradition zurückblickt, das Marktgeschehen negativ beeinflussen würde. Zudem besteht die Sorge, dass die Verwendung von verpacktem Gramm-Gold zu steigenden Kosten und einem Verlust an Flexibilität führen könnte. Einige Juweliere halten es zudem für ungerecht, einen solchen Schritt mit dem Verweis auf illegale Goldvorfälle zu rechtfertigen, die lediglich in Şırnak beobachtet wurden und nun auf die gesamte Branche verallgemeinert würden.


Nachrichtenquelle: 12punto

Kapalıçarşı