Im Visier der Regierung: Coca-Cola investierte 2023 in der Türkei 6,1 Milliarden TL
Während die Angriffe Israels auf den Gazastreifen andauern, wurde bekannt, dass Coca-Cola İçecek – dessen Verkauf in Tarım-Kredi-Märkten von der Regierung untersagt wurde und dessen Produkte auch in Einrichtungen des Parlaments sowie in AKP-geführten Kommunen verboten sind – im Jahr 2023 in der Türkei 6,1 Milliarden Lira investiert hat.
Coca-Cola İçecek (CCI) hat seine Finanzergebnisse für das Jahr 2023 bekannt gegeben.
CCI teilte mit, dass man trotz eines Rückgangs des konsolidierten Verkaufsvolumens um 2,6 Prozent im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr das Investitionstempo nicht gedrosselt und insgesamt 6,1 Milliarden TL in seine operativen Regionen investiert habe.
Der Nettoumsatz des Unternehmens stieg auf organischer Basis um 8,4 Prozent, der Nettoperiodengewinn um 48,3 Prozent.
Das operative Ergebnis (EBIT) des Unternehmens zum Jahresende stieg um 26,2 Prozent auf 14,5 Milliarden TL.
Während auf dem türkischen Markt im Jahr 2023 ein Nettoumsatzwachstum von 25,7 Prozent verzeichnet wurde, stieg der Nettoumsatz pro Einheit um 32,4 Prozent. In den Auslandsgeschäften, in denen die Anwendung der Inflationsrechnungslegung nicht obligatorisch ist, lag das Nettoumsatzwachstum bei 59,3 Prozent, während der Nettoumsatz pro Einheit auf TL-Basis um 61,2 Prozent zunahm. Bereinigt um Währungseffekte ergab sich ein Anstieg von 21,0 Prozent.
6,1 MILLIARDEN LIRA INVESTITION
Karim Yahi erklärte, dass man trotz der Verringerung des Verkaufsvolumens nicht von der Strategie abgewichen sei, Investitionen vor der Nachfrage zu tätigen, und die Investitionen intensiv fortsetze:
„Unsere gesamten Investitionsausgaben im Jahr 2023 erreichten 6,1 Milliarden TL, wovon 33 Prozent auf die türkischen Betriebe entfielen. Das Verhältnis der Investitionsausgaben zum Umsatz lag 2023 bei 6,1 Prozent. Unsere Investitionen werden auch 2024 fortgesetzt, insbesondere mit zwei neuen Fabriken in Schymkent (Kasachstan) und Samarkand (Usbekistan). Im Jahr 2024 werden wir zudem den Grundstein für unsere Fabriken in Ismayilli (Aserbaidschan), Bagdad (Irak) und Namangan (Usbekistan) legen. Dank der Stärke unseres Geschäftsmodells und unseres Fokus auf einen Algorithmus für qualitatives Wachstum schaffen wir weiterhin Werte in den Ländern, in denen wir tätig sind.“
BOYKOTTAUFRUFE WAREN LAUT GEWORDEN
Aufgrund der Behauptung, Coca-Cola sei ein „israelisches Produkt“, war der Verkauf in vielen AKP-geführten Kommunen sowie in Tarım-Kredi-Märkten untersagt worden, zudem gab es Boykottaufrufe.
Nachrichtenquelle: İHA
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