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IPA-Bericht enthüllt: Worüber sprechen die Istanbuler zu Hause? Hier ist die wahre 'Armutsgrenze'...

Der Istanbul-Barometer-Bericht der IPA für Oktober 2024 hat aufschlussreiche Statistiken geliefert. Demnach stand bei 54,1 Prozent der Befragten die Wirtschaft als Hauptthema im häuslichen Umfeld im Vordergrund. Die Teilnehmer gaben an, dass eine vierköpfige Familie in Istanbul 70.000 TL zum Leben benötigt, während 43,5 Prozent eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage erwarten.

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IPA-Bericht enthüllt: Worüber sprechen die Istanbuler zu Hause? Hier ist die wahre 'Armutsgrenze'...

Der Bericht zur Istanbul-Barometer-Umfrage der Istanbuler Planungsagentur (IPA) für Oktober 2024 wurde veröffentlicht.

Die Istanbul-Barometer-Umfrage liefert Einblicke in viele Aspekte des Lebens der Istanbuler, von den Gesprächsthemen in den eigenen vier Wänden über den psychologischen Zustand bis hin zu wirtschaftlichen Entscheidungen und dem Arbeitsleben.

WIRTSCHAFT IST DAS THEMA FÜR JEDEN ZWEITEN

Im Oktober 2024 waren wirtschaftliche Probleme das Hauptthema in den Istanbuler Haushalten. Während die Wirtschaft für 54,1 Prozent der Befragten das Hauptthema zu Hause war, folgten an zweiter Stelle Frauenmorde mit 8,4 Prozent und Gesundheitsprobleme mit 3,3 Prozent.

Auf den Straßen Istanbuls wurde die Wirtschaft mit 38 Prozent als das größte Problem diskutiert, gefolgt von der Einsetzung eines Zwangsverwalters für die Gemeinde Esenyurt mit 28,8 Prozent und Verkehrsproblemen mit 8,8 Prozent.

Im Oktober war die Wirtschaft auch in der Türkei mit 35,4 Prozent das Hauptthema, gefolgt vom sogenannten „Neugeborenen-Skandal“ mit 13,1 Prozent und dem Vorfall an den Mauern von Fatih, bei dem zwei junge Frauen ihr Leben verloren, mit 12,5 Prozent.

TERMINWARTEZEITEN AUF DER EUROPÄISCHEN SEITE BEI 30 TAGEN!

Im Rahmen des Istanbul-Barometers, bei dem jeden Monat ein thematischer Bereich untersucht wird, wurden die Istanbuler im Oktober zu Gesundheitsdienstleistungen befragt.

75,6 Prozent der befragten Istanbuler gaben an, dass sie bei Krankheit öffentliche oder staatliche Krankenhäuser bevorzugen; dieser Anteil variierte je nach Einkommensniveau. Während in der unteren Einkommensgruppe 86,4 Prozent staatliche Krankenhäuser bevorzugten, lag dieser Anteil in der oberen Einkommensgruppe bei 59,7 Prozent.

Ein Unterschied bei den Gesundheitsdienstleistungen je nach Einkommensniveau zeigte sich auch beim Vertrauen. Während Teilnehmer mit niedrigem Einkommen angaben, den staatlichen Krankenhäusern, deren Dienste sie häufiger in Anspruch nehmen, nicht zu vertrauen, gaben Teilnehmer mit hohem Einkommen an, dass sie zwar häufiger Privatkliniken nutzen, aber dennoch Vertrauen in die Dienste staatlicher Krankenhäuser haben. Insgesamt betrachtet lag das Vertrauen in staatliche Krankenhäuser bei 37,1 Prozent, das Misstrauen bei 44,9 Prozent; bei Privatkliniken klaffte diese Lücke weiter auseinander: Das Vertrauen lag bei 14,8 Prozent, das Misstrauen bei 64,5 Prozent.

Es wurde festgestellt, dass die Terminwartezeiten auf der europäischen Seite auf 30 Tage gestiegen sind, während sie auf der anatolischen Seite 26 Tage betrugen.

52,1 Prozent der Befragten gaben an, mit den Leistungen staatlicher Krankenhäuser unzufrieden zu sein, während die Unzufriedenheitsrate bei Privatkliniken 47,6 Prozent betrug.

60 Prozent der Istanbuler gaben an, dass sie eine Rückkehr zum dualen Zeitumstellungssystem (Sommer- und Winterzeit) wünschen.

JEDER ZEHNTE KANN SEINE KREDITKARTE NICHT BEZAHLEN!

34,9 Prozent der Istanbuler gaben an, dass sie nur den Mindestbetrag ihrer Kreditkartenabrechnung bezahlen können. Im September lag dieser Wert bei 35,7 Prozent. 41,7 Prozent konnten ihre Kreditkartenschulden vollständig begleichen, während 9,9 Prozent angaben, ihre Kreditkarte gar nicht bezahlen zu können.

DIE 'LEBENSHALTUNGSKOSTEN'-GRENZE IN ISTANBUL

Die Teilnehmer gaben an, dass eine vierköpfige Familie in Istanbul 70.000 TL zum Leben benötigt. Im Oktober gaben 23,9 Prozent der Befragten an, Schulden gemacht zu haben, 15,2 Prozent gaben an, kaum über die Runden zu kommen, 42,6 Prozent sagten, sie kämen gerade so mit dem Nötigsten aus, und 18,3 Prozent gaben an, dass sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und sogar Ersparnisse bilden konnten.

ERWARTEN SIE EINE WIRTSCHAFTLICHE ERHOLUNG?

17,7 Prozent der Befragten gaben an, eine Erholung der türkischen Wirtschaft zu erwarten; dies stellt einen Rückgang gegenüber dem Septemberwert von 18,4 Prozent dar. 43,5 Prozent der Befragten erwarten eine weitere Verschlechterung der Wirtschaft.

Während 27,1 Prozent eine Verbesserung ihrer individuellen oder familiären wirtschaftlichen Lage erwarten, lag dieser Wert im Vormonat noch bei 28,5 Prozent, was einen Rückgang bedeutet. Diejenigen, die eine Verschlechterung ihrer eigenen wirtschaftlichen Lage erwarten, machten 27,9 Prozent aus.


Nachrichtenquelle: 12punto

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