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JPMorgan-Manager über die Türkei: „Kein strategisches Interesse aus dem Westen“

Gökhan Özkan, Managing Director der US-Investmentbank JPMorgan, erklärte, dass bei einem von ihnen vermittelten Verkauf der türkischen Tochtergesellschaft einer Unternehmensgruppe vor allem Firmen aus dem Nahen Osten und Asien Interesse zeigten, und fügte hinzu: „Wir sehen derzeit noch kein strategisches Interesse aus dem Westen.“

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JPMorgan-Manager über die Türkei: „Kein strategisches Interesse aus dem Westen“

Auf dem in London veranstalteten „Invest in Türkiye“-Forum erklärte Gökhan Özkan, Managing Director bei JPMorgan, dass das Interesse an festverzinslichen Wertpapieren in der Türkei zuletzt gestiegen sei und sich auch die Kapitalflüsse beschleunigt hätten. Andererseits wies er darauf hin, dass die Einlagenzinsen zwar Carry-Trade-Möglichkeiten böten, sich jedoch negativ auf die Aktivitäten bei Fusionen und Übernahmen (M&A) an den Kapitalmärkten auswirkten.

Laut einem Bericht von Ceren Dilekçi von Bloomberg stellte Özkan fest, dass sich das Interesse an M&A-Aktivitäten in der Türkei zwischen 2004 und 2014 hauptsächlich auf Europa, Nordamerika und Asien konzentrierte, während in den letzten zehn Jahren aufgrund der Volatilität verstärkt Interesse aus dem Nahen Osten zu verzeichnen war.

„WIR SEHEN KEIN STRATEGISCHES INTERESSE AUS DEM WESTEN“

Özkan merkte an, dass die Türkei im Bereich der M&A-Aktivitäten noch nicht den Sättigungsgrad erreicht habe, was sich auch auf den Aktien- und Rentenmarkt auswirke.

JPMorgan-Manager Özkan sagte: „Beim Verkauf der türkischen Tochtergesellschaft der Rabobank-Gruppe, den wir vermittelt haben, zeigten lokale Akteure, Fintech-Unternehmen, Holdinggesellschaften sowie ein oder zwei Unternehmen aus dem Nahen Osten oder Asien Interesse. Wir sehen derzeit noch kein strategisches Interesse aus dem Westen.“

Özkan betonte, dass man mit der Rückkehr zu einer orthodoxen Wirtschaftspolitik und der Disinflation eine Wiederbelebung der Aktivitäten erwarte. „Sobald dieser Prozess hinter uns liegt, werden auch die westlichen Märkte Interesse zeigen. Bis dies jedoch geschieht, halten wir den Nahen Osten für den Schlüsselmarkt. Wenn die Inflation unter Kontrolle gebracht wird, werden wir für die Jahre 2025-2026 deutlich optimistischer in Bezug auf die Türkei sein“, so der JPMorgan-Manager.



Nachrichtenquelle: 12punto

JPMorgan Bank Türkei