Kommunikationsrechnungen haben sich in zwei Jahren verdoppelt
Die explodierenden Preise auf Telefonrechnungen belasten das Budget der Verbraucher. Die Kommunikationsausgaben einer vierköpfigen Familie haben sich in zwei Jahren verdoppelt.
Auf der Website Şikayet Var sind die Beschwerden über Telekommunikationsrechnungen in den letzten 6 Monaten um 50 Prozent gestiegen. Verbraucher beklagen, dass sich die Preise für ihre genutzten Pakete nach Ablauf der Vertragslaufzeit verdoppelt haben. Die GSM-Unternehmen hingegen sind der Ansicht, dass die Preiserhöhungen im aktuellen inflationären Umfeld normal seien.
Der Anstieg der Preise für Mobilfunk- und Internetdienste variiert je nach den Verträgen der Nutzer. Laut einer Untersuchung des Verbands der freien Telekommunikationsbetreiber (TELKODER) stiegen die jährlichen Kommunikationsausgaben einer vierköpfigen Familie von 4.238 TL im Jahr 2021 auf 5.306 TL im Jahr 2022 und erreichten 2023 einen Wert von 8.934 TL. Die gezahlte Steuer auf Kommunikationsausgaben stieg ebenfalls von 927 TL im Jahr 2021 auf 1.161 TL im Jahr 2022 und auf 2.062 TL im Jahr 2023.
Wie aus einem Bericht von Ekonomim.com hervorgeht, muss man heute für einen Internettarif, der 2022 noch 335 TL kostete, 650 TL zahlen. Während die GSM-Unternehmen argumentieren, dass die Preiserhöhungen im inflationären Umfeld normal oder sogar niedrig seien, weisen sie darauf hin, dass die hohen Steigerungsraten auf jährliche Preisanpassungen aufgrund von Vertragslaufzeiten zurückzuführen seien.
„DIE SONDERVERBRAUCHSTEUER MUSS ABGESCHAFFT WERDEN“
Der Vorstandsvorsitzende von TELKODER, Halil Nadir Teberci, erklärte, dass der Anstieg der Kommunikationsausgaben um 3.628 Lira im Jahr 2023 zum ersten Mal ein so hohes Niveau erreicht habe.
Teberci wies darauf hin, dass die Kommunikationsausgaben auch in diesem Jahr steigen werden, und merkte an, dass Währungsschwankungen und Steuererhöhungen eine wichtige Rolle beim Anstieg der Rechnungen für Familienkommunikationsausgaben spielen.
Teberci sagte: „Die Sonderverbrauchsteuer (ÖİV), die bis Ende 2017 bei 25 Prozent für Mobiltelefone, 15 Prozent für Festnetztelefone und 5 Prozent für Internetzugang lag, wurde 2018 für alle Dienste auf 7,5 Prozent geändert.
Die Sonderverbrauchsteuer wurde 2021 auf 10 Prozent angehoben. Zudem stieg die Mehrwertsteuer (KDV) im Jahr 2023 auf 20 Prozent. Die ÖİV, die nirgendwo sonst auf der Welt erhoben wird, muss abgeschafft werden. Wir möchten zudem betonen, dass die Mehrwertsteuer nicht so hoch sein sollte. Diese Erhöhungen erschweren das Recht unserer Bürger auf den Erhalt günstiger Kommunikationsdienste. Wir glauben, dass unser Staat im laufenden Jahr 2024 die notwendigen Schritte unternehmen wird, um diese Steuerlasten durch die Etablierung von Liberalisierung und vollständigem Wettbewerb zu verringern.“
STEIGUNGSRATEN DER BETREIBER
Betrachtet man die Daten der Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK) der letzten 9 Monate, so hat Turkcell seinen Umsatz pro Abonnent (ARPU) um 66 Prozent, Vodafone um 63 Prozent und Türk Telekom um 60 Prozent gesteigert. Im dritten Quartal 2023 stieg der durchschnittliche ARPU in europäischen Ländern auf 17,39 Euro, in der Türkei auf 3,96 Euro. Im Jahr 2022 lag der durchschnittliche ARPU in europäischen Ländern bei 17,28 Euro, während er in der Türkei 3,7 Euro betrug.
Beim Umsatz pro Abonnent war Turkcell im dritten Quartal 2023 erneut führend. Der monatliche Umsatz pro Abonnent von Turkcell stieg im dritten Quartal 2023 im Vergleich zum Vorquartal um 22 Prozent von 108,8 TL auf 132,8 TL. Bei Vodafone stieg er um 20 Prozent von 92,9 TL auf 111,8 TL und bei Türk Telekom um 19 Prozent von 85 TL auf 101,9 TL. Im vierten Quartal 2022 lag der monatliche Umsatz pro Abonnent von Turkcell bei 79,4 TL, bei Vodafone bei 68,2 TL und bei Türk Telekom bei 63,4 TL.
4. GSM-BETREIBER WIRD WETTBEWERB BEI DEN PREISEN BRINGEN
NetGSM, das Unternehmen Dienstleistungen wie Massen-SMS und virtuelle Telefonanlagen anbietet, hat sich darauf vorbereitet, der vierte GSM-Betreiber in der Türkei zu werden. Das Unternehmen, das mit dem Nummernblock „0510“ mit der Aufnahme von Abonnenten begonnen hat, verfügt über keine eigenen Basisstationen.
Genau wie Dienstanbieter, die Festnetz-Internetdienste unter Nutzung der Infrastruktur von Türk Telekom anbieten, nutzt es die Mobilfunkinfrastruktur von Turkcell. NetGSM, das erst seit 3 Tagen Abonnenten aufnimmt, fiel durch Paketpreise auf, die fast doppelt so günstig sind wie bei anderen Betreibern.
Während ein Paket bei NetGSM mit 20 GB Internet, 1000 Minuten Telefonie und 100 SMS 179 TL pro Monat kostet, liegt ein Paket bei Turkcell mit 20 GB Internet, 2000 Minuten Telefonie und 500 SMS bei 430 TL pro Monat, bei Vodafone mit 20 GB Internet, 1000 Minuten Telefonie und 250 SMS bei 335 TL pro Monat und bei Türk Telekom mit 20 GB Internet, 1000 Minuten Telefonie und 250 SMS bei 340 TL pro Monat. Für das noch sehr junge Unternehmen gibt es auf Şikayet Var bereits zahlreiche Verbraucherkommentare darüber, dass der Kundendienst nicht gut funktioniere und der Empfang schlecht sei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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