Neue Ära bei MASAK im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorfinanzierung
Mit dem Strategiepapier 2026-2030 von MASAK sollen verdächtige Transaktionen, Prüfungen der wirtschaftlichen Berechtigten und die behördenübergreifende Koordination gestärkt werden.
Das Finanzkriminalitäts-Untersuchungsamt (MASAK) hat das Strategiepapier zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung für den Zeitraum 2026-2030 sowie den dazugehörigen Aktionsplan erstellt, die neue Schritte zur Bekämpfung dieser Delikte enthalten.
Mit dem neuen Plan wird angestrebt, die Geldwäsche zu verhindern, die gerichtlichen und administrativen Prozesse im Zusammenhang mit der Terrorfinanzierung zu stärken sowie die Beschlagnahmung und Einziehung von Vermögenswerten aus Straftaten effektiver durchzuführen.
VERDÄCHTIGE TRANSAKTIONEN HABEN VORRANG
Dem Aktionsplan zufolge sollen Ermittlungen in Fällen, in denen starke Anhaltspunkte für Geldwäsche vorliegen, unverzüglich eingeleitet werden. Komplexe Meldungen über verdächtige Transaktionen, die bei MASAK eingehen, werden vorrangig analysiert.
Auch Anfragen von Staatsanwaltschaften und anderen Justizbehörden werden prioritär behandelt. Der Ausgang der vom Gremium erstellten Berichte in den Gerichtsverfahren wird unter Mitwirkung der betroffenen Institutionen systematisch überwacht.
Im Rahmen der Bekämpfung der Terrorfinanzierung soll bei allen terroristischen Vorfällen, die eine Finanzierungskomponente aufweisen, gleichzeitig auch in Richtung „Terrorfinanzierung“ ermittelt werden.
PRÜFUNGEN DER WIRTSCHAFTLICHEN BERECHTIGTEN WERDEN VERSCHÄRFT
Um die Eigentümerstruktur von Unternehmen transparenter zu gestalten, wird der Anwendungsbereich des elektronischen Aktienbuchs erweitert. Es ist geplant, auch alte Einträge in bestehenden Aktienbüchern in ein elektronisches Format zu überführen.
Mit diesem Schritt soll eine effektivere Nachverfolgung der Unternehmensstrukturen und der Informationen über die wirtschaftlich Berechtigten erreicht werden. Das Handelsministerium und die Finanzverwaltung werden mindestens alle sechs Monate gemeinsame Prüfungen durchführen, um mögliche fehlerhafte Meldungen im Register der wirtschaftlich Berechtigten zu identifizieren.
Sollten unerklärliche Unstimmigkeiten zwischen dem Register der wirtschaftlich Berechtigten und dem Handelsregister festgestellt werden, werden die Informationen an MASAK und das Präsidium für Steuerprüfung weitergeleitet. Auch die Aufnahme von als riskant eingestuften Steuerpflichtigen in das Prüfungsprogramm wird geprüft.
Im Rahmen des Strategiepapiers werden unter der Koordination von MASAK neue Arbeitsgruppen gebildet, die sich aus Vertretern verschiedener öffentlicher Institutionen zusammensetzen. Diese Gruppen werden Bedrohungen durch Geldwäsche und Terrorfinanzierung bewerten, die operative Zusammenarbeit stärken und Risikoanalysen erstellen.
Es wird erwartet, dass die Arbeitsgruppen zudem Vorschläge zur Gesetzgebung unterbreiten, die Koordination bei laufenden wichtigen Akten sicherstellen und sich bei Bedarf in Unterarbeitsgruppen auf spezifische Themen konzentrieren.
Die Unterarbeitsgruppe Gesetzgebung, die Unterarbeitsgruppe Fallbearbeitung, die Unterarbeitsgruppe Anfälligkeit und die Unterarbeitsgruppe Überwachung von Sanktionen werden je nach Bedarf tätig werden.
Die Arbeitsgruppen werden mindestens alle drei Monate zusammenkommen, um die Umsetzungsergebnisse zu bewerten. Der Fortschritt bei der Erreichung der Ziele des Strategiepapiers, aufgetretene Probleme und Lösungsvorschläge werden regelmäßig an das Präsidium berichtet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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