Online-Banking kostet Filialmitarbeiter ihre Jobs...
Lloyds, eine der größten Banken Großbritanniens, hat aufgrund der Online-Präferenzen ihrer Kunden beschlossen, Personal abzubauen.
Lloyds plant im Rahmen der Umstellung auf Online-Banking den Abbau von 1600 Stellen in seinen Filialen. Als Teil einer Unternehmensumstrukturierung und im Zuge der Bemühungen, Kosten zu senken und Kunden auf digitale Dienste zu lenken, beabsichtigt das Unternehmen, 1600 Mitarbeiter aus seinem Filialnetz zu entlassen.
Lloyds, eine der größten Banken Großbritanniens, erklärte, dass sie sich an eine Verhaltensänderung anpasse, da mehr als 21 Millionen der 26 Millionen Kunden ihre Bankgeschäfte mittlerweile bevorzugt online abwickeln.
Die Entlassungen könnten jedoch bei den Lloyds-Kunden, die ihre Konten weiterhin lieber persönlich in der Filiale verwalten (etwa 2 Millionen Menschen oder 8 % der Lloyds-Kunden), für Besorgnis sorgen.
Wie der Guardian berichtet, wird die Bank gleichzeitig ein „Relationship Growth Team“ mit 830 Mitarbeitern aufbauen, um Kunden einen hybriden Service anzubieten, der sowohl in der Filiale als auch per Video- oder Telefonanruf erfolgt. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass diese neuen Stellen mit dem Personal besetzt werden, dessen Arbeitsplätze wegfallen.
Lloyds schließt in diesem Jahr etwa 114 Filialen. Der Personalabbau wird sich hauptsächlich auf hochrangige Filialmitarbeiter konzentrieren, während die Rollen auf unterster Ebene weitgehend erhalten bleiben.
Die Gewerkschaft Accord hofft, dass der Großteil der Kürzungen auf freiwilliger Basis erfolgen wird; das bedeutet, dass es keine Probleme geben soll, wenn Arbeitnehmer von sich aus kündigen und in einigen Fällen eine Abfindung erhalten.
Ein Sprecher von Lloyds kommentierte den jüngsten Stellenabbau wie folgt: „In einer Zeit, in der immer mehr Kunden ihre täglichen Bankgeschäfte lieber online erledigen, ist es wichtig, dass unsere Mitarbeiter dort verfügbar sind, wo sie am meisten gebraucht werden. Wir führen eine Reihe neuer Rollen und Änderungen in unseren Filialteams ein, damit unsere Kunden uns so sehen können, wie und wann sie es wünschen.“ Die Gewerkschaft Accord erklärte dazu: „LBG hat aufgrund der Veränderungen im Kundenverhalten bedeutende Änderungen an der Struktur des Filialnetzes und den Arbeitsweisen angekündigt. Dies stellt eine wesentliche Veränderung für die Filialnetze und unsere Mitglieder dar.“
Nachrichtenquelle: Taner Bildik
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