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Politik spricht über Wahlen, Bürger über den Lebensunterhalt: Das Erdbebengebiet hat dieselbe Agenda

Laut einer von Ipsos durchgeführten Studie hat die Türkei in der letzten Woche am meisten über Existenzsorgen und die Kommunalwahlen gesprochen. Das wichtigste Thema im Erdbebengebiet war der Lebensunterhalt, gefolgt von dem Thema „Erdbeben“ an zweiter Stelle.

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Politik spricht über Wahlen, Bürger über den Lebensunterhalt: Das Erdbebengebiet hat dieselbe Agenda

Ipsos Türkei hat untersucht, ob es nach den Erdbeben vom 6. Februar Unterschiede in der emotionalen Verfassung der Bürger gibt. Dabei wurde festgestellt, dass die Bürger unabhängig vom Erdbeben aufgrund der Wirtschaftskrise negative Gefühle hegen.

70 PROZENT SPRECHEN ÜBER DEN LEBENSUNTERHALT

Auf die Frage „Worüber sprechen wir in der letzten Woche?“ antworteten 70 Prozent der Menschen in der Türkei mit „Existenznot, Lebenshaltungskosten“; in den vom Erdbeben betroffenen Provinzen lag dieser Wert bei 71 Prozent. Während in den nicht vom Erdbeben betroffenen Provinzen die Wahlen und soziale Medien das Tagesgeschehen stärker prägen als das Erdbeben, werden in den Erdbebengebieten ein mögliches neues Erdbeben und die damit verbundenen Bedürfnisse häufiger thematisiert als im Rest der Gesellschaft.

Sidar Gedik, CEO von Ipsos Türkei, wies darauf hin, dass die Gesellschaft nach dem Erdbeben von Anfang an ein bewundernswertes Beispiel für Zusammenhalt gezeigt habe und in den ersten Wochen eine sehr intensive Unterstützungsaktivität stattgefunden habe. Er merkte jedoch an, dass das Erdbeben ab April 2023 seinen Platz auf der Liste der wichtigsten Probleme des Landes verloren habe.

MEHR ERDBEBENRISIKO ALS WAHLEN

Gedik erklärte, dass die Rate der Bürger außerhalb der Region, die die Bedürfnisse des Gebiets thematisieren, bei lediglich 19 Prozent liege, und betonte, dass die Möglichkeit eines neuen Erdbebens die Agenda der Bewohner vor Ort stärker beschäftige als die Wahlen. Er erläuterte, dass bei den Wahlen die Maßnahmen gegen Erdbeben unter den Zusagen der Kandidaten hervorstechen, und sagte: „Es ist sehr wichtig, dass die Katastrophe in diesem Sinne als Weckruf gedient hat. Wir hoffen, dass die Kandidaten die heute vorgestellten Projekte schnell umsetzen und wir unsere Gebäude erdbebensicher machen können. Es sollte unsere Pflicht sein, den nachfolgenden Generationen sichere Städte zu hinterlassen.


Nachrichtenquelle: 12punto

Untersuchung Ipsos