Tun Sie das bloß nicht! Die neue Masche der Betrüger: Die IBAN-Falle!
In letzter Zeit häufen sich Betrugsfälle über IBAN-Überweisungen unter dem Vorwand, dass es Probleme mit dem eigenen Konto gebe. Experten betonen, dass diese Transaktionen neben illegalem Glücksspiel und Wetten auch dazu genutzt werden, Gelder aus terroristischen Netzwerken zu waschen. Sie warnen davor, dass eine wissentliche oder unwissentliche Beteiligung an dieser Methode zu erheblichen rechtlichen Problemen führen kann.
Betrugsfälle über Internetseiten und Apps nehmen von Tag zu Tag zu. Betrüger, die über soziale Medien oder illegale Glücksspiel- und Wettplattformen Geld waschen wollen, nutzen IBAN-Überweisungen für ihre illegalen Geschäfte, indem sie ihren Opfern vorgaukeln: „Ich habe Probleme mit meinem Konto.“ Wer sich darauf einlässt und sein Konto für diese Transaktionen zur Verfügung stellt, bringt sich selbst in eine prekäre rechtliche Lage und sieht sich schwerwiegenden Konsequenzen gegenüber.
„VORSICHT BEI KONTONUMMERN VON FREMDEN!“
Der Rechtsanwalt Suat Altınsoy warnt davor, dass das Konto, über das die Transaktionen laufen, mit Terrorfinanzierung in Verbindung stehen könnte, was dazu führen kann, dass der Kontoinhaber selbst als Hauptverdächtiger geführt wird. Er erklärt: „Leider nehmen Betrugsfälle über IBAN-Überweisungen in unserem Land derzeit rapide zu. Zunächst einmal müssen unsere Bürger bei geschäftlichen Transaktionen mit ihnen unbekannten Personen äußerst vorsichtig sein, wenn es um IBAN-Überweisungen geht. Eines der am häufigsten angewandten Systeme von Personen, die Steuerhinterziehung begehen wollen, ist die Aufforderung, Geld auf eine IBAN zu überweisen. Auch wenn jemand, der ganz normal Geld auf eine IBAN überweist, zunächst keine Verantwortung trägt, kann er in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, da er nicht weiß, an wen er das Geld sendet. Der Grund dafür ist, dass die Ihnen unbekannte Kontonummer mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung stehen könnte. Selbst wenn Sie am Ende eines Verfahrens beweisen können, dass Sie keine Verantwortung tragen, und ein Freispruch erfolgt, können Sie dennoch als Angeklagter vor Gericht stehen.“
„SIE WERDEN TEIL DES BETRUGSSYSTEMS“
Rechtsanwalt Altınsoy betont, dass es bei Kontonummern zu schwerwiegenden Betrugsfällen kommt: „Besonders bei Produkten, die Sie sehr günstig kaufen – allen voran bei Käufen über soziale Medien –, werden Ihnen Waren zu extrem niedrigen Preisen angeboten. Wenn der Verkäufer Kontakt zu Ihnen aufnimmt und behauptet, dass Gelder auf Ihr Konto eingehen werden – dies kann sogar bei Immobilien- oder Autoverkäufen vorkommen –, gewinnen Sie aufgrund des günstigen Preises Vertrauen. Später behauptet diese Person, dass es Probleme mit ihrer eigenen Bank gebe, und bittet Sie: ‚Es werden noch weitere Gelder auf Ihr Konto eingehen, könnten Sie mir helfen, diese auf ein anderes Konto weiterzuleiten?‘. In diesem Stadium darf der Bürger auf keinen Fall handeln.
Denn Sie werden damit selbst Teil des Betrugssystems. Diese Person betrügt neben Ihnen auch andere Opfer. Sie sorgt dafür, dass Geld auf Ihr Konto überwiesen wird. Wenn es dann zu einer Anzeige kommt, sind Sie derjenige, auf dessen Konto das Geld eingegangen ist, und somit direkt der Beschuldigte. Da die Identität oder das Konto der Person, die Sie instruiert hat, nicht bekannt ist, fällt der Verdacht automatisch auf das Konto, über das die Transaktion abgewickelt wurde. Daher müssen wir bei Transaktionen mit unbekannten Personen doppelt vorsichtig sein und keine Geschäfte mit Personen tätigen, denen wir nicht vertrauen.
Wenn wir geschäftliche Transaktionen tätigen, müssen wir im Verwendungszweck unbedingt detaillierte Informationen angeben. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass das Geld nicht für Terrorismus oder ähnliche Finanzdelikte verwendet wird, können Probleme entstehen, die Sie auch steuerrechtlich haftbar machen. Bei IBAN-Transaktionen sollten wir niemandem, den wir nicht kennen, erlauben, unser Konto zu nutzen, oder falls dies notwendig sein sollte, muss der Zweck der Transaktion im Verwendungsfeld detailliert angegeben werden“, so Altınsoy.
„INFORMIEREN SIE UMGEHEND DIE BEHÖRDEN“
Altınsoy erläutert, was zu tun ist, wenn man einen Betrugsversuch bemerkt: „Wenn man mit einem Betrugsfall konfrontiert wird, muss man zunächst die Bank warnen, um weitere Transaktionen zu verhindern, und anschließend bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten. Denn bei späteren Verfahren ist die Aussage ‚Ich wusste von nichts‘ rechtlich gesehen keine Entschuldigung. Unkenntnis des Gesetzes schützt vor Strafe nicht. Das ist unser Grundprinzip. Daher sollte es die erste Pflicht eines Bürgers sein, bei einem Betrugsfall umgehend die Bank, die Polizei und die Staatsanwaltschaft zu informieren.“
Nachrichtenquelle: İHA
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